Sonderheft Hamburg

Liebe Leserin, lieber Leser,

Hamburg von Meer und Hafen geprägt. Seit Jahrhunderten weisen die Reedereien Politik, Gesellschaft und Architektur der Stadt den Weg. Reeder waren und sind keine scheuen, kalt kalkulierenden Handelsleute. Vielmehr wussten sie schon vor 250 Jahren, was Chinas Wirtschaft bietet und benötigt, fuhren durch ungewisses Wetter exotische Güter, mit dem Vertrauen auf den Bedarf in der Heimat. Die erfolgreichen und selbstbewussten Reeder errichteten stadtprägende Bauten, schenkten der Gemeinde Museen, Konzerthäuser, bauten legendäre Hotels oder wurden Bürgermeister.
In diesem Sonderheft von mare zeigen wir Ihnen nicht einfach die maritimen Seiten Hamburgs. Sie ist an sich so sehr durchdrungen vom Geist der Ozeane, dass man nur mit einem Blick wie unserem die Hansestadt begreifen kann.

Viel Spaß beim Lesen! Ihre mare-Crew

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Sonderheft Hamburg

Über das Cover

Das feierliche Bild des Brookfleets in der Speicherstadt gelang Marc Fischer im vergangenen Winter. Vom Standort des Fotografen ist es nur eine Fußminute bis zur Redaktion von mare.

Promenade

Promenade

Beobachtungen in der Stadt am Hafen.

Historie

Durch Zeit und Raum

Kaum ein Ort verdeutlicht besser Hamburgs Wandel als sein Hafen. Eine Bildergeschichte aus zwei Jahrhunderten.

Zahlen

Höher, Schneller, Hamburg

In Hamburg liebt man Zahlen und Fakten. Manche davon sind auch für Besucher der Stadt interessant.

Hand

Von Schiffers Hand erbaut

Ob Politik und Wirtschaft, ob Kultur und Städtebau – keine andere gesellschaftliche Gruppe hat Hamburgs Geschichte und ihr Antlitz stärker beeinflusst als die Reeder und ihre Familien. Jahrhundertelang prägten sie die Stadt, und für 150 Jahre hatten sie unumschränkt das Sagen.

Tunnel

Hamburg untendurch

Juwel der Technikgeschichte und Industriearchitektur, romantischer Touristenspot – der Alte Elbtunnel ist nicht bloß eine Röhre.

Blankenese

Der Sisyphos von Blankenese

Niemand kennt die Schiffe, die in Hamburg ein- und auslaufen, besser als Thomas Kunadt. Mit der Energie der Obsession dokumentiert er die Schifffahrt per Kamera und Datenbank.

Schmuggler

Fang!DEn!Schmuggler!

Vor 30 Jahren zog es Deutschlands Fernsehvolk vor die TV-Geräte, wenn Zollamtsrat Zaluskowski Schmuggler im Hafen jagte. Die Serie könnte man fortsetzen; Drehbuchideen weiß mare genug.

Ohlsdorf

Wo die Kreuze ankern

Einer der stimmungsvollsten Plätze in der Stadt ist der Friedhof der Seeleute in Ohlsdorf, auf dem größten Parkfriedhof der Welt.

Atlantik

Große Auftritte, kleine Abgänge

Ein Grandhotel als Symbol für die Seemachtsträume des Wilhelminischen Reiches. Das „Atlantic“ war Anfangs- und Endetappe der Transatlantiküberquerungen reicher Reisender.

Rotlicht

Schaulauf im Rotlicht

Die Reeperbahn: ein Sex-Disneyland voller Verruchtheitskitsch? Oder doch ein Vergnügungsviertel mit Broadway-Potenzial? Wie auch immer: Die, die hier leben, scheinen hier gern zu leben.

Alte Seepferde

Eine Kurzgeschichte.

Chopsuey

Grünkohl und Chopsuey

Mit den Tee- und Gewürzschiffen kamen viele Chinesen in Hamburg an, nicht wenige von ihnen blieben. Sie überstanden Kriege und Verfolgung in den Hafenvierteln. Heute bilden ihre Nachkommen und Neuankömmlinge die größte chinesische Gemeinschaft in Europa. Wie lebt es sich für sie hier?

Frühling

Die Stunde der Quastenflosser

Vor mehr als 200 Jahren gründete sich in Hamburg der Verein der Hamburger Frachtversicherer. Seither treffen sie sich an jedem Werktag Punkt 13.30 Uhr in ihrer Börse hinter dem Rathaus zum Branchenklatsch und -tratsch und handfesten Versicherungsgeschäften. Neben den Börsianern von London und Rotterdam sind sie die Letzten ihrer Art.

Pesos

Pesos für die Sklavenjäger

Hunderte Hamburger Seeleute geraten seit dem 17. Jahrhundert durch die Korsaren, nordafrikanische Piraten, in Sklaverei. Erst eine Sklavenkasse, in die alle Seeleute einzahlen, macht ihren Freikauf durch Lösegeldzahlungen möglich.

Hafencity

Im Hafen (nichts) Neues

Die Monotonie der Architektur des „Jahrhundertprojekts“ Hafen­City reizt die Kritiker zu Verrissen, die Beliebtheit bei Bewohnern und Touristen ist dagegen ungebrochen. Gedanken über Architektenzoo und Identitätsverlust.

Typologie

Twieten, Elsen, Möweneier

Hamburg hat – so wie jede große Stadt der Welt – seine eigenen ungeschriebenen Regeln und geheimen Codes. Eine kurze Einführung in hamburgische Wesenhaftigkeiten.

Flut

Die Flut im Nacken

Die Elbinsel Wilhelmsburg, Hamburgs größter Stadtteil, ist im Wandel. Stadtplaner wollen aus der Mauerblume ein hippes Viertel für Junge und Kreative machen. Ein Problem: Wilhelmsburg ist stets von Sturmfluten aus der Nordsee bedroht. In der Sturmflutnacht im Februar 1962 starben 315 Menschen.

Perlen

Hamburg, meine Perlen

Hamburger zieht es nicht immer nur aufs Wasser. Wie echte Wasserratten fühlen sie sich auch an Land wohl. Einige Lieblingplätze, so terrestrisch wie einnehmend.

Tipps

mare-Tipps Hamburg

Die besten Adressen der Stadt aus der mare-Redaktion.