mare No. 99

Liebe Leserin, lieber Leser,

in der vorliegenden Ausgabe lesen Sie das Ergebnis eines lange gehegten Wunsches und einer aufwendigen Entstehungsgeschichte: die Reportage über die Jagd nach dem Schwertfisch, mit Harpune und Langleinen in den gefährlichen Gewässern der Neufundlandbank. Christoph Scheuring und Andrew Testa willigten in unseren Plan ein, die Fischer auf einer ihrer wochenlangen Fahrten zu begleiten. Das größere Problem aber bestand darin, die Fischer hierfür zu gewinnen. Allein Testa reiste dreimal nach Maine und nach Nova Scotia, um endlich auf einem Boot mitzufahren zu können, und er erlebte die aufregendsten Wochen seiner Karriere. Testa, als Kriegsfotograf Entbehrungen und Gefahren gewohnt, beschreibt die Zeit auf dem Kutter als die schlimmste seiner Karriere. Vielleicht lag es auch daran, dass er nur mitfahren durfte, wenn er sich als Schiffskoch verdingen würde.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Nikolaus Gelpke

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Die mare-Reportage

Langleinen

Das Leben an langer Leine

Die Schwertfischfischer an Nordamerikas Ostküste leben gefährlich. Mit Langleinen und Harpunen jagen sie nach dem schnellen, kampflustigen Tier, das von strengen Quoten geschützt ist. Die Männer halten sich daran – sie haben viel Lehrgeld bezahlt.

Politik

Frontex

Friede, Freude, Frontex?

Dem Druck der Armutsmigration aus Nordafrika und Asien stehen die nationalen Behörden der EU-Mitgliedsstaaten ratlos gegenüber. Ihr Heil suchen sie im „Outsourcing“ eigener Verantwortung an eine supranationale Einrichtung, die die Außengrenzen undurchlässig machen soll – und sich wachsender Kritik erwehren muss .

Essay

Essay: die unendliche Fahrt

Der Mythos der Geisterschiffe ist quicklebendig und beschert uns immerfort Filme, Bücher und Schlagzeilen. Die Phantasmagorien haben ihren Ursprung in unserem Unterbewusstsein, in unseren Ängsten und Träume.

Leben Titel - San Francisco Bay

Archen

Friede den Archen

The times they are a-changin’… Die Hausbootkolonie in Sausalito war in Zeiten der Flower Power ein Hort der Hippies – heute ist es zunehmend ein hipper Hort des Establishments. Die Koexistenz ist aber so friedlich wie ehedem.

Tor

Das goldene Tor nach drüben

Die berühmteste Brücke der Welt ist nicht allein eine Attraktion für unzählige Touristen, sondern auch für eine traurige Minderheit. Besonders viele Suiziden­ten kommen hierher, um ihrem Leben ein schnelles Ende zu setzen. Was zieht sie so unweigerlich an?

Strauss

Strauss, Übernehmen Sie!

Der Bau der Golden Gate Bridge galt als beispiellose technische Herausforderung. Ein bis dato unbekannter Ingenieur schaffte mitten­ in der Wirtschaftskrise das scheinbar Unmögliche.

Kombuese

Kombüse: Der Treibholzeffekt

Unscheinbare Schönheit kommt hier groß heraus. Ein Hamburger sucht und findet ausgefallenes Treibgut an den Nordseeküsten und präsentiert es den Besuchern seines Cafés als Interieurobjekte.

Wirtschaft

Baku

Der Kaiser von Baku

Ein aserbaidschanischer Oligarch will der Welt zeigen, wozu sein Land imstande ist: Er baut im Kaspischen Meer einen künstlichen Archipel, der einmal Zehntausenden zur luxuriösen Heimat werden soll.

>Fieber<

Das böse Fieber des Südens

Waghalsige Ritte auf den Wellen von Haussen und Baissen sind keine Erfindung von Turbokapitalisten. Schon der Merkantilismus im England des 17. Jahrhunderts ließ Spekulanten tief stürzen.

Kultur

Gräten

Die Gräten des Geistes

Georg Büchner, der große Dichter des Vormärz, strebte in früher Jugend nach tiefer Erkenntnis. Er fand sie in der Anatomie der Fische.

Bild

Ein Bild für die Wissenschaft

Der Düsseldorfer Maler Andreas Schön fuhr in klassischer Expeditionstradition auf einem Forschungsschiff durchs Schwarze Meer. Was er auf der Reise sah, machte er zu einer Kunst, die nicht nur einen Lebensraum, sondern vielmehr seine Kultur beschreibt.

Wissenschaft

Netz

Im Netz der Wale

Buckelwale ernähren sich, wenn nicht von Luft, so doch mithilfe der Luft. Eine raffinierte Jagdtechnik, die die Riesen erst in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt haben, verschafft ihnen reiche Beute.

Tiefsee

Aliens der Tiefsee

Die gut 10 000 Arten Schuppenwürmer in den Meeren sind höchst interessante Kreaturen, die es geschafft haben, sich an extremste Lebensbedingungen anzupassen. Wer würde da auf Äußerlichkeiten schauen?