mare No. 124

Liebe Leserin, lieber Leser,

eigentlich mag ich Bäume, vor allem Laubbäume – die glatte, feste Struktur der Buchenstämme, die quasi oszillierenden Rinden der Platanen oder die heitere Leichtigkeit der Birken. Dagegen hoffe ich in Nadelwäldern auf eine baldige Lichtung oder einen See. Doch es gibt eine Ausnahme. Als ich vor drei Jahren nördlich von San Francisco auf einer einsamen Straße, die durch einen dichten Bestand von Küsten­mammut­bäumen führte, anhielt und aus dem Wagen stieg, ergriff mich eine seltsam erhabene und zugleich tief befriedigende Stimmung. Die absolute Stille inmitten dieser Riesen, vom Küstennebel, der sie am Leben erhält, eingehüllt, und das beständige Tropfen aus den Wipfeln auf unendliche Farnmeere ließen in mir tiefes Glück aufsteigen. Inzwischen ist nicht mehr der Einschlag die größte Bedrohung dieses Paradieses, sondern der Klimawandel, der die Meere erwärmt. Zora del Buono beschreibt in ihrer Liebeserklärung an diese Urwälder auch die Hintergründe.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Nikolaus Gelpke

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Die mare-Reportage

Gaza

Leben unmöglich

Die Menschen in Gaza leiden unter extremer Trinkwassernot, eine Folge von Terror und Gegenterror. Die palästinensische und die israelische Regierung blockieren jede Lösung des Problems.

Politik

Mythos

Das teleportierte Schiff

Moderner Mythos: Hat die US Navy tatsächlich in den 1940er-Jahren mit einer Geheimtechnologie ein Schiff weggebeamt?

Lauschangriff

Lauschangriff in der Tiefe

Begehrt und verletzlich: Telekommunikationskabel auf dem Meeresboden sind die wahren Lebensadern der globalisierten Welt.

Essay

Essay: Connemara revisited

Was zieht seit Anfang des 20. Jahrhunderts Dichter und Denker an die rauen Küsten im Westen von Irland?

Leben

Griechenland

Vom Glück, ein Grieche zu sein

Die Bilder des Fotografen Jan Windszus für den neuen mare-Bildband „Griechenland“ zeigen ein Land, das trotz aller Fährnisse seine Gelassenheit nicht verloren hat.

Koffer

Was vom Leben übrig bleibt

Ein zurückgelassener Koffer in einer Seemannsmission, darin einige wenige persönliche Gegenstände. Was sagen sie uns über den Verschwundenen? Und was über die ihn Suchenden?

Kombuese

Kombüse: Freitags sind sie immer da

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Wirtschaft

Walfangnation

Sterben für Waschpulver

Verdrängt, vergessen: Deutschland war einmal drittgrößte Walfangnation der Welt. Das ist noch nicht so lange her, wie es klingt.

Kultur

Weltstar

Kein kleines Gepäck

Marlene Dietrich liebte Seereisen nicht. Aber wenn es nicht anders ging, verlangte der Weltstar nach dem denkbar größten Luxus.

Schiffbruch

Der Schiffbruch des Künstlers

Kunstprojekt und Lebensexperiment: Der niederländische Künstler Bas Jan Ader verschwand während einer Transatlantikpassage in einer­ Nussschale von Segelboot. Rekonstruktion eines Happenings.

Wissenschaft - Titel Bäume

Riesen

Die Riesen am Meer

An der nördlichen US-Pazifikküste leben die größten Bäume der Welt, ehrfurchtgebietend, nach Nebelfeuchte dürstend und in Angst vor skrupellosen Naturfrevlern.

Massensterben

Ein Kampf auf Leben und Tod

Ein Massensterben von Olivenbäumen in Italien erschreckt eine ganze Region. Schuld hat ein Schädling: Tier oder Mensch?

Frühling

In Gottes heiligem Garten

In einem Kloster bei Lissabon hegten Mönche über Jahrhunderte die Schösslinge exotischer Bäume, die Portugals Seefahrer von allen Küsten der Welt mitbrachten. Heute ist es ein berückender Park.