Formationen

Ein Australier lichtet nichts als Wasser ab – aber in seiner dramatischsten Form. Sein Thema ist die betörende Gestalt der Wellen

No. 122Juni / Juli 2017

Leben

Autorin Zora del Buono

Zora del Buono, geboren 1962, wuchs in Zürich auf und lebt seit 1987 in Berlin. Nach ihrem Architekturstudium an der ETH Zürich arbeitete sie mehrere Jahre als Architektin und Bauleiterin, bevor sie sich zu einem Berufswechsel entschloss und mit dem Schreiben begann. Sie ist Gründungsmitglied der Zeitschrift mare und betreut das Kulturressort.

Fotograf Ray Collins

Der australische Fotograf Ray Collins, geboren 1982, lebt in dem Küstenstädtchen Thirroul bei Sydney. 2007 kaufte er sich seine erste Kamera, um seine Freunde in der Freizeit beim Surfen zu fotografieren. Als Firmen in aller Welt auf ihn aufmerksam wurden, gab er seinen Arbeit in einer Kohlemine auf. Seither gehört zu den bedeutendsten Surffotografen weltweit. 2018 ist er mit seiner Arbeit auf der photokina in Köln vertreten.

Es gibt Menschen, die haben ein Lebensthema. Ray Collins ist einer von ihnen. Sein Thema: Wellen. Wellen sehen, Wellen reiten, Wellen spüren, vor allem aber Wellen fotografieren. Der 35-jährige australische Fotograf arbeitete viele Jahre im Bergbau, ein Kilometer unterhalb der Erdoberfläche, umgeben von Schwärze und Hitze, sein „schwarzes Leben“. Ganz im Kontrast dazu steht – nein: fliegt, bauscht, kräuselt – das, was er sein „blaues Leben“ nennt. Die Berge, die sich vor ihm türmen, die Täler und Schluchten, die Oberflächen, die sich von Sekunde zu Sekunde ändern, sind sein Faszinosum. Er nennt sie „geografische Strukturen“. Seit zehn Jahren fotografiert Collins das Meer, taucht ein, lässt sich mitreißen vom Wasser, ist süchtig nach seiner Gestalt, seinen Formen, nach der Schönheit. „The Now“ hat er seinen Kurzfilm über die Wellen genannt; es beschreibt gut, wie er denkt und lebt, dieser tätowierte, blonde Hüne, dem sich die Kraft des Ozeans in den Körper eingeschrieben hat. Ganz im Jetzt nämlich, fokussiert auf den einen Moment. Die Farben sind ihm, dem Farbenblinden, weniger wichtig als das Licht. Auch Surfer lichtet er ab, in all ihrer Eleganz und ihrem Wagemut, aber eigentlich dienen sie nur dazu, den Wellen einen Maßstab zu geben. Ray Collins ist ein Suchender, der gefunden hat und weiter sucht. Jeden Tag. In seinem blauen Leben. zdb

Ganz im Kontrast dazu steht – nein: fliegt, bauscht, kräuselt – das, was er sein „blaues Leben“ nennt. Die Berge, die sich vor ihm türmen, die Täler und Schluchten, die Oberflächen, die sich von Sekunde zu Sekunde ändern, sind sein Faszinosum. Er nennt sie „geografische Strukturen“. Seit zehn Jahren fotografiert Collins das Meer, taucht ein, lässt sich mitreißen vom Wasser, ist süchtig nach seiner Gestalt, seinen Formen, nach der Schönheit. „The Now“ hat er seinen Kurzfilm über die Wellen genannt; es beschreibt gut, wie er denkt und lebt, dieser tätowierte, blonde Hüne, dem sich die Kraft des Ozeans in den Körper eingeschrieben hat. Ganz im Jetzt nämlich, fokussiert auf den einen Moment. Die Farben sind ihm, dem Farbenblinden, weniger wichtig als das Licht. Auch Surfer lichtet er ab, in all ihrer Eleganz und ihrem Wagemut, aber eigentlich dienen sie nur dazu, den Wellen einen Maßstab zu geben. Ray Collins ist ein Suchender, der gefunden hat und weiter sucht. Jeden Tag. In seinem blauen Leben.
zdb

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Person Von Zora del Buono und Ray Collins
Untertitel Ein Australier lichtet nichts als Wasser ab – aber in seiner dramatischsten Form. Sein Thema ist die betörende Gestalt der Wellen
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Leben

Autorin Zora del Buono

Zora del Buono, geboren 1962, wuchs in Zürich auf und lebt seit 1987 in Berlin. Nach ihrem Architekturstudium an der ETH Zürich arbeitete sie mehrere Jahre als Architektin und Bauleiterin, bevor sie sich zu einem Berufswechsel entschloss und mit dem Schreiben begann. Sie ist Gründungsmitglied der Zeitschrift mare und betreut das Kulturressort.

Fotograf Ray Collins

Der australische Fotograf Ray Collins, geboren 1982, lebt in dem Küstenstädtchen Thirroul bei Sydney. 2007 kaufte er sich seine erste Kamera, um seine Freunde in der Freizeit beim Surfen zu fotografieren. Als Firmen in aller Welt auf ihn aufmerksam wurden, gab er seinen Arbeit in einer Kohlemine auf. Seither gehört zu den bedeutendsten Surffotografen weltweit. 2018 ist er mit seiner Arbeit auf der photokina in Köln vertreten.

Individuelle Bildgalerie magazine_122_wellenfotografie
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Untertitel Ein Australier lichtet nichts als Wasser ab – aber in seiner dramatischsten Form. Sein Thema ist die betörende Gestalt der Wellen
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Autorin Zora del Buono

Zora del Buono, geboren 1962, wuchs in Zürich auf und lebt seit 1987 in Berlin. Nach ihrem Architekturstudium an der ETH Zürich arbeitete sie mehrere Jahre als Architektin und Bauleiterin, bevor sie sich zu einem Berufswechsel entschloss und mit dem Schreiben begann. Sie ist Gründungsmitglied der Zeitschrift mare und betreut das Kulturressort.

Fotograf Ray Collins

Der australische Fotograf Ray Collins, geboren 1982, lebt in dem Küstenstädtchen Thirroul bei Sydney. 2007 kaufte er sich seine erste Kamera, um seine Freunde in der Freizeit beim Surfen zu fotografieren. Als Firmen in aller Welt auf ihn aufmerksam wurden, gab er seinen Arbeit in einer Kohlemine auf. Seither gehört zu den bedeutendsten Surffotografen weltweit. 2018 ist er mit seiner Arbeit auf der photokina in Köln vertreten.

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