Ein tiefer Fall

„Kegel fragt nicht, ob man Wissenschaftlern vertrauen kann, sondern welchen. Die Antwort ist geeignet, dem Leser den Schlaf zu rauben.“ Frank Schätzing
Als der Kieler Biologieprofessor Hermann Pauli spät am Abend den Campus verlassen will, locken ihn eigentümliche Geräusche in den obersten Stock des Biologiezentrums, ins Reich des gefeierten Evolutionswissenschaftlers Frank Moebus. Dort erwartet ihn ein grausiges Szenario: Zwischen zappelnden Fischen, Kröten und zahllosen Glasscherben liegt ein Mann, dessen Kopf in einem zerbrochenen Aquarium steckt, eine Scherbe hat sich tief in seine Kehle gebohrt. Wenig später findet die von Pauli gerufene Polizei einen zweiten Toten unter dem offenen Fenster – auch er ein Mitglied der Arbeitsgruppe von Frank Moebus. Kriminalhauptkommissarin Anne Detlefsen steht vor einem Rätsel. Geht es um die kostbaren Urzellen, auf die Moebus in der Tiefsee gestoßen ist? Eine neue Art von Leben – Größeres kann man in der Biologie kaum entdecken. Bewegung kommt in den Fall, als eine Gruppe prominenter Forscher aus aller Welt Moebus in einem offenen Brief vorwirft, ihren Labors trotz mehrfacher Bitten keine Zellen zu überlassen; ein Verstoß gegen gute wissenschaftliche Praxis. In Hermann Pauli keimt ein unheimlicher Verdacht auf.
Nach dem großen Erfolg von Der Rote legt Bernhard Kegel einen neuen spektakulären Wissenschaftskrimi vor, der von der Tiefsee in den Olymp der Forschung führt – und in dessen Abgründe. Die Geschichte um einen ehrgeizigen Spitzenforscher und seine folgenreiche Entdeckung ist packend erzählt und von höchster Aktualität.
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Ein tiefer Fall
Roman
gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
512 Seiten
ISBN: 978-3-86648-165-7
Erscheinungsdatum: 14.02.12
„Fantasie mit Wirklichkeit vermengt, äußerst spannend und lehrreich. Lesen Sie unbedingt: Bernhard Kegel, Ein tiefer Fall.“
NDR Kultur
„Als kritischer Beitrag zu systematischem Betrug, individuellem Versagen und 'elitärem Korpsgeist' in der Wissenschaft hat Kegels Roman (...) unbestreitbare Verdienste.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Kegel ist ein handfest und klug geschriebener Krimi geglückt, der Fragen nach Wissenschaftsethik aufwirft, die mit dem Schluss des Krimis nicht abgeschlossen sind. Ein weiterer Vorzug.“
NDR Kultur
„[Kegel hat] seine Erzählkunst mittlerweile so sehr verfeinert, dass man atemlos sämtlichen relevanten Ereignissen und den Feinheiten der polizeilichen Ermittlungsarbeit sowie den privaten Nachforschungen Hermann Paulis folgt... Ein tiefer Fall ist erzählerisch eindeutig der Gipfel in Kegels bisherigem Werk und gleichzeitig derjenige unter all seinen Romanen, der am stärksten die Grenzen zu anderen Genres überwindet und in jedem einzelnen davon auch für sich allein bestehen könnte.“
Jüdische Zeitung
„Schon wie der erste Hermann-Pauli-Roman von Bernhard Kegel spielt auch Ein tiefer Fall im Milieu von Forschung und Wissenschaft, ein Umfeld, das dem promovierten Biologen Kegel vertraut ist. Nach dem spannenden Endzeit-Roman Der Rote führt Ein tiefer Fall, eine gekonnte Mischung aus Fakt und Fiktion, in die Abgründe der Forschung.“
dpa
„Bernhard Kegel berichtet in seinem akademischen Thriller Ein tiefer Fall sehr spannend von Lug und Trug in der wissenschaftlichen Praxis - und man lernt noch ordentlich was dabei.“
stern
„Das Genre des Wissenschaftskrimis ist ja nicht einfach - einerseits muss es fachlich Wissenschaftler überzeugen, andererseits darf es Laien nicht überfordern. Das löst Kegel geschickt mit der Polizei.“
rbb Inforadio
„Der promovierte Biologe Bernhard Kegel zeigt wieder einmal, wie man einen spannenden Wissenschafts-Thriller schreibt, ohne die Wissenschaft der Sensationsgier zu opfern. Statt als einfacher Whodunit erweist sich dieses Buch als Geschichte einer tragischen Verstrickung - mit tödlichem Ausgang für die einen und gelungenem Neustart für einen anderen.“
Bücher
„Der deutsche Thriller lebt - er gedeiht in den Tiefen der Ozeane. Das hat Ulrich Wickert 2007 über den Bestsellerroman Der Rote des Berliner Autors Bernhard Kegel geschrieben, und diese Einschätzung kann auch für das neueste Buch des promovierten Biologen Kegel gelten, denn wieder führt es in die Tiefsee, von wo aus sich ein spektakuläres Drama um wissenschaftliche Fälschung entwickelt.“
Deutschlandradio Kultur
„Der eigentliche Krimi – das sind die Intrigen der Wissenschaftswelt (...). Jedes Elektronenmikroskop-Foto lässt sich per Computer verändern, und selbst der solide Pauli gerät in Versuchung. Diese Momente sind es, die packen.“
taz
„Unaufgeregt und nicht reißerisch entwickelt Kegel ein Szenario, in dem das narzisstische Streben nach Lob und Anerkennung vor dem der wissenschaftlichen Wahrheitsfindung steht (...) Dass Kegel die Leser leichtfüßig in die Materie einsteigen und an keiner Stelle aussteigen lässt, liegt daran, dass er promovierter Biologe und talentierter Schriftsteller ist.“
Szene Hamburg
„Ein packender Roman über die Untiefen der Wissenschaft, Redlichkeit und Betrug, Genie und Wahnsinn. Und Bezüge zum aktuellen Zeitgeschehen (Guttenberg in Deutschland, Strasser in Innsbruck) peppen das Ganze noch auf.“
Echo
„Kegel liefert spannende, lehrreiche und kritische Innenansichten aus einem Wissenschaftsbetrieb.“
Buchjournal

Bernhard Kegel

Bernhard Kegel, Jahrgang 1953, ist promovierter Biologe, leidenschaftlicher Jazzgitarrist und vielfach ausgezeichneter Autor von Romanen und Sachbüchern. Zuletzt erschien 2009 das Sachbuch Epigenetik. Wie Erfahrungen vererbt werden, das heute in 4. Auflage vorliegt und in Österreich auf die Shortlist zum Wissenschaftsbuch des Jahres gewählt wurde. Im mareverlag erschienen sind seine Romane Der Rote (2007) und Ein tiefer Fall (2012). Bernhard Kegel lebt mit seiner Familie in Brandenburg und Berlin.

Bernhard Kegel