Leviathan oder Der Wal

„Dieses Buch hätte Melville gefallen.“ The Independent on Sunday
Moby-Dick ist ein Buch, das durch seinen Wal legendär wurde – aber umgekehrt wird ebenfalls ein Schuh draus: Seit der Roman von Herman Melville 1851 veröffentlicht wurde, hat man Wale mit anderen Augen gesehen. Aus einem bereits legendären, mythischen Tier schuf Melville einen modernen Mythos. Philip Hoare, seit jeher fasziniert von Walen, versucht in Leviathan seiner Besessenheit auf den Grund zu gehen. Warum haben Wale eine so starke Anziehungskraft auf den Menschen? Warum spielen sie in unserer Fantasie immer wieder eine Rolle, verschmelzen darin mit dunklen Vorstellungen von Seeschlangen und anderen vorsintflutlichen Riesenwesen? Ist der Wal ein Symbol paradiesischer Unschuld in Zeiten der Artenbedrohung und des Klimawandels? Oder eher ein uraltes Sinnbild für das Böse schlechthin, ein bizarrer Fisch, der Jona verschluckt hat?
Besuche im Londoner Natural History Museum während der Kindheit, die erste (und die zweite) Moby-Dick-Lektüre, zahlreiche Whale-Watching-Touren, eine Fahrt von Nordengland nach Cape Cod und zur Mitte des Atlantiks: Der Autor unternimmt nicht nur eine persönliche und biografische Reise, sondern auch eine (kultur-)historische; er erzählt seine eigene Geschichte einer Leidenschaft und liefert zugleich erhellende Antworten auf die Frage, was das Faszinosum Wal ausmacht.
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Leviathan oder Der Wal
Auf der Suche nach dem mythischen Tier der Tiefe
Roman
OT: Leviathan, or, The Whale
Aus dem Englischen von Hans-Ulrich Möhring
mit zahlreichen Abbildungen
gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
528 Seiten
ISBN: 978-3-86648-154-1
Erscheinungsdatum: 12.03.13
„Ausgezeichnet wird ein ebenso nützliches wie skurriles Sachbuch über den König der Meere, den Schrecken unserer Phantasie, den Romanhelden Moby Dick, das Ungeheuer der Kulturgeschichte und das Opfer einer gewissenlosen Industrie. Der Engländer Philip Hoare glänzt auf seiner maritimen Entdeckungsreise mit einem Verschwendungsreichtum an Kenntnissen.“
Darmstädter Jury
„Fantasieanregender war lange kein Buch über die Natur mehr. Philip Hoare hat in einem Mix aus Reisereportage und Sachbuch eine großartige Kulturgeschichte des Wals geschrieben. (...) Die Riesen des Meeres verfolgt Hoare mit Leidenschaft, mit enormen Kenntnissen und einer stilistischen Brillanz, die zu Recht Preise eingeheimst hat.“
Die Zeit
„Hoares großartige Fahrt um und ins Herz des Walreichs geschieht, man ahnt es, vor dem monumentalen Hintergrund eines anderen Buches, dessen Unergründlichkeit den unglaublichen Tauchkünsten seines Helden entspricht: Moby Dick von Herman Melville. Immer wieder lässt Hoare Ismael zu Wort kommen, macht ihn zum eigentlichen Führer seines profund recherchierten Buches, das sich gleichwohl in bester angelsächsischer Non-Ficition-Tradition wie ein großformatig angelegter spannender Roman liest, auch dank Hans-Ulrich Möhrings flüssiger Übersetzung.“
Süddeutsche Zeitung
„Philip Hoare ist ein hervorragender Stilist, dessen Bücher von W. G. Sebald gepriesen wurden. (...) Auch Leviathan oder Der Wal lässt sich kaum in die gängige Non-Fiction-Schublade stecken, dafür ist der Ton zu persönlich und poetisch.“
Literaturen
„Eine Fundgrube für alle, die nicht von Moby Dick loskommen.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Wir begreifen ihn nicht. Wir können ihn nicht einmal sehen. Philip Hoare porträtiert den Wal als unermesslich Anderen. (...) Hoare nimmt dem Wal sein Geheimnis nicht, und das macht das Großartige seines Buchs aus.“
Literarische Welt
„Ein leidenschaftliches Plädoyer für den Meeresschutz, von dem am Ende auch der Mensch profitiert.“
Greenpeace Magazin

Philip Hoare

Philip Hoare wurde 1958 in Southampton, England, geboren, wo er auch heute noch lebt. Er ist freier Autor und Journalist. Für sein Buch Leviathan, or, The Whale erhielt er 2009 den renommierten Samuel Johnson Prize for Non-Fiction.

Philip Hoare

Hans-Ulrich Möhring

Hans-Ulrich Möhring, geboren 1953, hat so unterschiedliche Autoren wie Zora Neale Hurston, J.R.R. Tolkien, James Hamilton-Paterson und William Blake übersetzt. 2008 erschien sein Roman Vom Schweigen meines Übersetzers, 2011 sein Gedichtband Dieksee. Er lebt in Niederkleveez.

Hans-Ulrich Möhring