Die verborgene Ordnung

„Sehr spannend, sehr faszinierend.“
Deutschlandradio Kultur
Eine Antwort auf die Fragen „Wo bin ich?“ und „Wie spät ist es?“ zu finden, kann als ältester Erkenntniswunsch des Menschen gelten – immerhin beschäftigten sich schon die Babylonier und die alten Ägypter mit Navigation und Zeitmessung. Auch Alfred van Cleef ist seit Kindheitstagen fasziniert von Ordnungen und Einteilungen aller Art und von der „Psychologie der Geografie“. Früh entdeckte er – gewissermaßen als Inbegriff des menschlichen Verlangens nach Ordnung – den Nullmeridian für sich; denn anders als der Äquator, der die Mitte zwischen Nord- und Südpol bildet, wurde dieser 'nullte' Längengrad von Menschen willkürlich festgelegt. Auf ihm basiert nicht nur die geografische Ortsbestimmung mittels Koordinaten, sondern auch das Zeitzonensystem.
Und so macht sich van Cleef auf zu einer rund 4800 Kilometer und fünf Monate langen Reise entlang dieser unsichtbaren Linie, die ihn durch acht Länder führt, vom verregneten Tunstall in Yorkshire/England bis in die Hafenstadt Tema an der Küste Ghanas.

Berge, Flüsse, Wüsten, Friedhöfe und Industriegebiete – der Weg entlang des Nullmeridians ist nicht immer voller Romantik. Doch durch seine Neugier gerade auch auf das Kuriose, scheinbar Unattraktive und schwer Erreichbare und seinen Sinn für Absurdes kommt der Autor mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch: mit Gangstern, Regenmachern, Pilzsuchern, Nomaden, Königen und Fetischpriestern. Nebenbei erzählt er die Geschichte der geografischen Weltbilder und der Vermessung der Erdkugel; vor allem aber ist sein Buch ein sehr persönlicher, sprühend selbstironischer Reisebericht.
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Die verborgene Ordnung
Eine Reise entlang des Nullmeridians
OT: De verborgen ordening
Aus dem Niederländischen von Marlene Müller-Haas
gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
432 Seiten
ISBN: 978-3-86648-150-3
Erscheinungsdatum: 14.08.12
„Gerade das macht den Reiz von Alfred van Cleefs Buch aus, dass es ihn an Orte verschlägt, für deren Besuch es eigentlich keinen Anlass gibt, dass er Menschen trifft, denen normalerweise niemand zuhört, und dass er auf diese Weise Dinge erlebt, die in ihrer ungeheuerlichen Alltäglichkeit spektakulär sind.“
Süddeutsche Zeitung
„Sehr spannend, sehr faszinierend.“
Deutschlandradio Kultur
„Van Cleefs kluge Mischung aus Erzählung, Reisebericht und wissenschaftlicher Rückschau ermöglicht es, die Realisierung dieses Ursprungsprojekts der Globalisierung ebenso nachzuvollziehen wie seine höchst privaten Erlebnisse auf der Reise entlang des Nullmeridians.“
Universum Magazin
„Ohne ihn gäbe es kein präzises Hier und Jetzt: Der Nullmeridian ist der Ordnungsparameter schlechthin. Der niederländische Journalist Alfred van Cleef hat sich auf seine Spur begeben - durch ein dünn besiedeltes Europa, durch Sahara und Sahel-Zone.“
Die Welt
„Durch eine Neugier auch auf das Kuriose, scheinbar Unattraktive und schwer Erreichbare und seinen Sinn für Absurdes kommt er mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch: mit Gangstern, Regenmachern, Pilzsuchern, Nomaden, Königen und Fetischpriestern.“
Main-Post
„Van Cleef ist ein wunderbarer Erzähler. Seine Reise entlang einer ebenso fiktiven wie realitätsmächtigen Route ist ein Meisterstück reflektierter Abenteuerliteratur und selbst ein faszinierendes Artefakt.“
Titel-Magazin
„Van Cleefs 'Reise entlang des Nullmeridians' ist eine aufschlussreiche wie atmosphärische Mischung aus Abenteuer und Information.“
Welt online

Alfred van Cleef

Alfred van Cleef wurde 1957 geboren und lebt als freier Schriftsteller in Amsterdam. Im mareverlag erschien von ihm zuletzt sein literarischer Reisebericht Die verirrte Insel (2002), über den das Hamburger Abendblatt schrieb: „Eine wunderbar kauzige, romanhaft geschriebene Reportage, die dem Leser mit jeder Seite ein bisschen Gischt entgegenweht.“ Die verborgene Ordnung wurde in den Niederlanden als „Best Travel Story 2010“ ausgezeichnet.

Alfred van Cleef

Marlene Müller-Haas

Marlene Müller-Haas studierte Kunstgeschichte, Niederländische Philologie und Germanistik in Amsterdam und Berlin. Nach mehrjähriger Lehrtätigkeit an der FU Berlin arbeitet sie heute als freie Übersetzerin. Sie übersetzte u.a. F. Bordewijk, Charlotte Mutsaers und Thomas Rosenboom. 2002 erhielt sie den Else-Otten-Übersetzerpreis.

Marlene Müller-Haas