Die Insel

„Als ich mit erheblicher Anstrengung den Gipfel erklommen hatte, erkannte ich mit großer Bestürzung, wie es um mich stand: Ich war auf einer Insel, ringsum Meer.“
Daniel Defoe, Robinson Crusoe
Ein Ort zieht uns wie kein anderer in seinen Bann: die Insel. Seit jeher ist sie Ziel unserer ersehnten wie tatsächlichen Reisen, eine Welt für sich, in der das Wasser ringsherum Maß aller Dinge ist. So vielfältig unsere Träume vom Leben auf einer Insel, so verschieden ihre Gesichter: Archipel und Atoll, paradiesischer Fleck mit weißen Stränden, karger Fels, sturmumtoste Bohrinsel, treibender Eisberg, Gefängnis, Festung, Atlantis und Utopia - in den zahllosen Formen und Funktionen von Inseln spiegelt sich das ganze Spektrum von Wünschen und Gefahren, die der Mensch mit diesem Phänomen verbindet. Inseln sind Fluchtpunkt und Ort der Kontemplation für den Reisenden, bedeuten Rettung aus höchster Not für Schiffbrüchige, bieten romantische Oasen für Liebende, sind aber auch Schauplatz von Verbrechen fern von Gesetz und Zivilisation, sind Stätte der Bewährung ebenso wie unfreiwilliger Einsamkeit, die manche bis in den Wahnsinn treibt. Überall kommt der Insel eine besondere Bedeutung zu, auch in der Literatur: Während bereits die „Odyssee“ ihre dramatischen Höhepunkte immer wieder auf Inseln findet, schrieb Daniel Defoe mit „Robinson Crusoe“ das Buch zur Insel – kein anderes geographisches Phänomen ist in all seinen Ausformungen so unzertrennlich mit einem einzigen Werk der Weltliteratur verbunden.
Thurston Clarke stellt uns nicht nur einzelne Inseln vor, er entwirft darüber hinaus ein überraschendes Panorama eines Ortes, an dem sich, losgelöst vom Rest der Welt, die ganze Kultur- und Zivilisationsgeschichte der Menschheit wie unter einem Brennglas zeigt. Sein Buch speist sich aus seinem großen Kenntnisreichtum, den er während jahrelanger Reisen um die Welt auf Inseln gesammelt hat und für den er bereits mit einem Guggenheim Fellowship und dem Geographic Society Award ausgezeichnet wurde. Daniel Defoe hat den Roman, Thurston Clarke das Sachbuch zur Insel schlechthin geschrieben.
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Die Insel
Eine Welt für sich
gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
460 Seiten
ISBN: 978-3-936384-78-9
Erscheinungsdatum: 01.03.03

Thurston Clarke

Thurston Clarke hat schon als kleiner Junge Weltreisen unternommen - mit dem Finger auf dem Globus seiner Eltern. Als Erwachsener erfüllte er sich seinen Traum von der Ferne, veröffentlichte neun Bücher und schrieb u. a. für Vanity Fair, Outside und Condé Nast Traveler. Für seine Reiseliteratur wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Er lebt am Lake Champlain im Staat New York.

Thurston Clarke

Peter von Düffel

Peter von Düffel ist Anglist und Literaturwissenschaftler. Für den mareverlag hat er Philip de Souzas Seefahrt und Zivilisation und zusammen mit seinem Sohn John von Düffel Thurston Clarkes Die Insel und Charles Sprawsons Kulturgeschichte des Schwimmens ins Deutsche übertragen.

Peter von Düffel

John von Düffel

John von Düffel, Jahrgang 1966, hat mit seinem preisgekrönten Roman Vom Wasser seiner Leidenschaft für das fließende Element ein literarisches Denkmal gesetzt. Er lebt und arbeitet als Autor, Übersetzer und Dramaturg in Hamburg.

John von Düffel