Brel

„Es gibt zwei Arten von Menschen: Es gibt die Lebenden. Und mich. Und ich, ich bin auf See.“ Jacques Brel
Ein knappes Jahrzehnt bevor Leonard Cohen und Bob Dylan sich aufmachten, die Welt zu erobern, betrat ein nicht mehr ganz junger Belgier mit demselben Ziel die Bühnen von Paris: ein schlaksiger Barde namens Jacques Brel. Bald lag die Welt des Chansons dem beeindruckenden Sänger mit der expressiven Mimik zu Füßen. Brel bezirzte das Publikum durch seine Darbietung und sein Repertoire, in dem er neben seltenen Ausflügen in die Melancholie raue MatrosenRomantik zelebrierte, sich über Spießer mokierte oder zarte Worte für das Altern und die Zerbrechlichkeit der Liebe fand. 1967, auf dem Höhepunkt seines Ruhmes, beendete er völlig unerwartet seine Bühnenkarriere.
Als habe er geahnt, wie wenig Zeit ihm noch blieb, frönte er jenseits des Rampenlichts umso exzessiver seinen Leidenschaften: den Frauen, dem Filme machen, dem Fliegen und dem Segeln. Seine monatelangen Segeltouren führten Brel schließlich ans Ende der Welt: nach Polynesien. Hier lebte er gemeinsam mit seiner letzten Gefährtin Maddly Bamy, verdingte sich als fliegender Briefträger und schien endlich angekommen. – Bis er, mit nur 49 Jahren viel zu früh, auf ‚seiner' Insel Hiva Oa die letzte Ruhe fand.
Mit großer Kennerschaft und Einfühlung nähert sich der Musikwissenschaftler und Frankreich-Spezialist Jens Rosteck dem facettenreichen Leben und Schaffen des Ausnahmekünstlers Jacques Brel. Er beleuchtet den oft widersprüchlichen, umtriebigen Charakter des großen Zweiflers, liefert feinsinnige Interpretationen einiger ausgewählter Chansons und erweckt auf gewohnt intelligente und kurzweilige Weise Musikgeschichte zum Leben.
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Brel
Der Mann, der eine Insel war
mit Abbildungen
gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
240 Seiten
ISBN: 978-3-86648-239-5
Erscheinungsdatum: 08.03.16
”Rosteck gelingt es, alle Facetten auszuleuchten, die schönen wie die hässlichen.“
taz
„Das Buch von Jens Rosteck füllt eine Lücke, als erste ernstzunehmende deutschsprachige Monografie, die auch Brels Bühnenpräsenz einfängt und exemplarisch zumindest einige der Chansons erklärt.“
ORF Ö1
„Und hier zeigen sich die Vorzüge dieser gehaltvollen wie leichtfüßigen Biografie: Jens Rosteck geht den vielsagenden Chansons auf den Grund, analysiert und deutet sie mit einer seltenen Mischung aus Einfühlungsvermögen und musikologisch-literarischem Sachverstand. Sowieso ist die Bandbreite beträchtlich.“
Abendzeitung München
„Rostecks Buch kann man lesen wie einen Roman – oder aber wie ein Sachbuch, mit dem wir uns dem Ausnahmekünstler Jacques Brel auf ungewöhnliche Weise nähern und seine Musik neu verstehen lernen.“
Radio Bremen
„Eine lebendige und überaus gelungene, so lesenswerte wie lesbare informative biografische Umkreisung des belgischen Chansonniers Jacques Brel.“
Buchkultur
„Eine unbedingt lesenswerte Biografie.“
Weser Kurier
”Mit seinem Buch (…) ist Rosteck ein weiteres Mal ein glänzendes Beispiel dessen gelungen, was man literarische Biografie nennt. Kenntnisreich und unendlich reich an Fakten einerseits, vor allem aber einfühlsam und mit sensiblem Blick auf das Leben und Werk eines Getriebenen.“
Deister- und Weserzeitung

Jens Rosteck

Jens Rosteck, 1962 geboren, lebte viele Jahre in Paris und an der Côte d’Azur, wo er neben Essays zur Musik- und Literaturgeschichte eine Reihe von literarischen Biografien verfasste, u. a. über Paul Bowles, Kurt Weill, Oscar Wilde und Bob Dylan. Zuletzt publizierte er viel beachtete Monografien über Hans Werner Henze und Édith Piaf. Der promovierte Musikwissenschaftler, Kulturgeschichtler, Pianist und Autor mehrerer Städteporträts wohnt heute im Badischen. Für mare schrieb er, neben zahlreichen Aufsätzen, sein Inselbuch Mein Ibiza (2013).

Jens Rosteck
  1. Mein Ibiza
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  2. Marguerite Duras
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