Mein Zypern

„Wer Zypern mit der Sterilität von Pauschalferien gleichsetzt oder es gar als Konkursmasse betrachtet, dem gehen ob dieser poetischen Schilderung von Menschen und Orten, von Flora und Fauna die Augen über.“ Neue Zürcher Zeitung
Zypern – das ist Weltgeschichte als Inselgeschichte. Aufgrund ihrer strategischen Lage war die Insel stets Objekt der Begierde fremder Mächte. Alle waren hier: Phönizier, Griechen, Römer, Byzantiner, Kreuzritter, Venezianer, Genuesen, Osmanen, Briten. Und alle haben Spuren hinterlassen: Die eindrucksvollsten Denkmäler – nach den römischen und frühbyzantinischen Ruinen von Salamis – stammen aus fränkischer und venezianischer Zeit, wie die Abtei von Bellapais, der befestigte Hafen von Kyrenia, die prächtigen Kathedralen von Nikosia und Famagusta, wo Shakespeares Othello spielt.
Drei Jahre hat Joachim Sartorius auf Zypern gelebt – jetzt kehrt er dorthin zurück, zu den Kulturen und Legenden, zu Farben und Licht der Levante. Er spürt den vielen historischen und seelischen Sedimenten nach, der bewegten Geschichte der Insel, ihrer Teilung nach der türkischen Invasion im Jahre 1974 und der schwierigen aktuellen Situation. Und doch ist dieses Buch nicht das eines Historikers oder Politologen, sondern das eines Dichters, der an der Hand guter Freunde – Inselgriechen wie Inseltürken – Zypern zu verstehen sucht.
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Mein Zypern
gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
192 Seiten
ISBN: 978-3-86648-174-9
Erscheinungsdatum: 12.03.13
„Das neue Buch des Publizisten und Dichters ist eine autobiografische Hymne. (...) Mein Zypern erscheint zur richtigen Zeit. Inmitten der Krise vermittelt es so etwas Trost und Würde, gespeist aus der überreichen Vergangenheit. (...) Joachim Sartorius' melancholische Begeisterung wirkt ansteckend. Ähnlich wie Durrells Bitter Lemons ist Mein Zypern eine kritische Liebeserklärung - nicht in Zitronen-, sondern im Sonnengelb von Bellapais.“
Tagesspiegel
„Dieses schmale, elegante Buch ist, seinem Wesen nach, ein langes Gedicht, auch wenn es in Prosa erscheint und in Sätzen, die ebenso narrativ sind wie rhetorisch, ebenso mitteilend wie für sich selbst betrachtet schön. (...) Wer Zypern mit der Sterilität von Pauschalferien gleichsetzt oder es gar als Konkursmasse betrachtet, dem gehen ob dieser poetischen Schilderung von Menschen und Orten, von Flora und Fauna die Augen über.“
Neue Zürcher Zeitung

Joachim Sartorius

Joachim Sartorius, geboren 1946, ist Lyriker, Übersetzer und Publizist und hat u. a. die Werkausgabe von Malcolm Lowry und den Atlas der neuen Poesie herausgegeben. Er wuchs in Tunis auf und verbrachte zwei Jahrzehnte im diplomatischen Dienst in New York, Istanbul und Nikosia. Bis 2000 war Joachim Sartorius Generalsekretär des Goethe-Instituts, von 2001 bis 2011 Intendant der Berliner Festspiele. Er lebt und arbeitet in Berlin. Bei mare erschienen die von ihm herausgegebene Gedichtanthologie Für die mit der Sehnsucht nach dem Meer (2008) und Die Prinzeninseln (2009).

Joachim Sartorius