Die Prinzeninseln

„Der hinreißende Bericht von der Betörung eines Dichters durch die Landschaft, das Licht und die Menschen dieser Inselwelt.“ Orhan Pamuk
Istanbul vorgelagert, entlang der asiatischen Küste des Marmarameers befinden sich die Prinzeninseln: ein Archipel von ungewöhnlicher Schönheit und natürlicher Pracht, der seit jeher als maritimer Vorort der imperialen Metropole am Bosporus galt und geprägt ist durch eine äußerst wechselvolle Geschichte. Mit dem verliebten Blick des Dichters schildert Joachim Sartorius die Landschaft und das besondere Licht der Inseln, mit dem Interesse des politischen Beobachters stellt er das Auf und Ab der Geschichte dieses Mikrokosmos im Schatten von Istanbul-Konstantinopel-Byzanz dar, und mit dem Gespür des Romanautors schließlich gibt er eindringliche Porträts jener Personen, die durch den Reisebericht die roten Fäden legen.
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Die Prinzeninseln
gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
128 Seiten
ISBN: 978-3-86648-116-9
Erscheinungsdatum: 25.08.09
„Wer sich literarisch und Erkenntnis fördernd auf eine Reise an den Bosporus einstimmen möchte, dem sei Joachim Sartorius Buch Die Prinzeninseln empfohlen. Bezaubernde Leseunterhaltung.“
neues deutschland
„Der Bogen zwischen Vergangenheit, sachlicher Gegenwart, persönlichem Bezug und poetischer Betrachtung wird hier einmal mehr geschlagen. Entstanden ist auf diese Weise ein sehr persönliches, mit autobiographischen Episoden versehenes Mini-Epos voller Poesie und feinsinniger politischer Beobachtungen, der wie ein Reiseführer seine Leser nicht nur mit auf die Prinzeninseln nimmt, sondern ihnen die Überbleibsel einer türkischen Lebensart vorstellt, von der viel zu wenige bei uns wissen, dass es sie noch gibt.“
FAZ
„Joachim Sartorius versteht es, Lust zu machen auf die Fremde.“
Süddeutsche Zeitung
„Es ist eine untergegangene Welt, die sich hier erhalten hat, eine Inselwelt, der der Lyriker und Schriftsteller Joachim Sartorius ein spätsommerlich leichtes Buch gewidmet hat, das zum Schönsten und Elegantesten gehört, was an Reiseliteratur - im besten, chatwinesken Sinne des Wortes verstanden - zuletzt erschienen ist.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
„Auf den 126 Seiten der Prinzeninseln findet sich keine einzige prätentiöse Stelle, kein Renommieren mit berühmten Namen oder der eigenen Entdeckerlust. Eher ist es die Chronik eines Verschwindens, denn selbstverständlich weiß Joachim Sartorius, dass das kosmopolitisch levantinische Flair von einst nur noch Geschichte ist, seit die ganze Gegend türkisiert wurde.“
Die Welt
„Landschaft, Architektur, die prachtvollen Villen der Belle Epoque. Sartorius' an der Lyrik geschärfte Sprache verwandelt das alles in glänzende Bilder, in Patina, in Sehnsuchtsmotive.“
Nordwestradio
„Das Buch von Joachim Sartorius ist ein Epos en Miniature, es vernetzt Alltagseindrücke mit historischem Wissen, Episoden mit Reflexionen. Es erzählt die Geschichte eines Archipels, das im Schatten einer großen Stadt, die Byzanz und Konstantinopel hieß und heute Istanbul heißt, eine idyllische Randexistenz führte. Ganz von selbst ergibt sich aus dem poetischen Prosaessay ein metaphorisches Bild künstlerischer Existenz: Die Inseln verhalten sich zum Festland wie Dichter zur Gesellschaft, sie gehören dazu, aber sie stehen verträumt ein wenig am Rand.“
Deutschlandradio Kultur
„Mit einem sehr persönlichen Reiseführer macht der in Berlin lebende Autor Joachim Sartorius Lust auf die Prinzeninseln im Marmarameer vor den Toren Istanbuls. Liebevoll beschreibt der ehemalige Diplomat die Inseln inmitten des 'seidigblauen Meeres'. Mit feinem Blick skizziert er die Schönheit der alten, teilweise verfallenen Holzvillen im Jugendstil und das entspannte Lebensgefühl der Insulaner.“
dpa
„Sartorius ist ein erfahrener Reisender, ein feiner Beobachter und ein reifer Autor. Ihm gelingt in beeindruckender Mühelosigkeit das Hin und Her zwischen einem fest in der Realität verwurzelten Gesprächston und einem poetischen Register, das in den dicht an dicht ausgeworfenen Angelschnüren auf einer Brücke „die Saiten eines riesigen Instrumentes" erkennt oder das Aussehen eines bärtigen Unternehmers mit Johannes Brahms statt etwa mit Karl Marx vergleicht.“
literaturkritik.de
„Joachim Sartorius, Diplomatensohn und lange Zeit selber als Diplomat unterwegs, mithin einer, der die Welt gesehen hat, legt nun eine Liebeserklärung an die Prinzeninseln vor, die Begleit- und Erinnerungsbuch zugleich ist. (...) Sartorius ist kein Reporter. Aber er ist ein Gesprächspartner von Gnaden. Der Leser seines Buches, der die Prinzeninseln kennt, wird bedauern, dass er selbst zu solchen Gesprächen nicht gekommen ist. Aber dass sie zum Erlebnis dieser Begegnung mit dem Schönen dazugehören, wird er mit Freude empfinden.“
Cicero

Joachim Sartorius

Joachim Sartorius, geboren 1946, ist Lyriker, Übersetzer und Publizist. Er wuchs in Tunis auf und verbrachte zwei Jahrzehnte im diplomatischen Dienst in New York, Istanbul und Nikosia. Bis 2000 war er Generalsekretär des Goethe-Instituts, seit 2001 ist er Intendant der Berliner Festspiele. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Joachim Sartorius
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