Das offene Boot und andere Erzählungen

„Die Geschichte der vier Männer im Boot erscheint mir in ihrer tiefen, schlichten Menschlichkeit das Wesen des Lebens selbst zu veranschaulichen.“ Joseph Conrad
Stephen Crane war ein Getriebener, er lebte ein Leben unter Hochdruck, als hätte er geahnt, dass ihm nur wenig Zeit bemessen war. Geboren 1871 in Newark, New Jersey, starb er nur achtundzwanzigjährig an Tuberkulose, die er sich vermutlich als Schiffbrüchiger nach dem Untergang der Commodore zugezogen hatte – eine Erfahrung, deren literarische Verarbeitung seinen Ruhm als Erzähler begründen sollte.
Kritiker sahen in Crane durch seine intensiven Milieustudien und die Nähe zur Reportage den ersten amerikanischen Naturalisten, doch weist der Autor mit seinen Stilbrüchen, der rhythmisierten Sprache und den geradezu filmischen Dialogen eher ins 20. Jahrhundert, zu Faulkner und Joyce.
Hier nun sind Stephen Cranes stärkste (Meeres-)Erzählungen vereint – größtenteils erstmals auf Deutsch. Sie laden ein, diesen noch viel zu wenig bekannten Pionier der nordamerikanischen Moderne (neu) zu entdecken.
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Das offene Boot und andere Erzählungen
Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von Lucien Deprijck
edel ausgestattet, Leineneinband mit Lesebändchen im Schuber
240 Seiten
ISBN: 978-3-86648-263-0
Erscheinungsdatum: 04.10.16
„(Es ist) wirklich schön, wenn ich in einem Buch versinke, wenn ich nicht mehr merke, dass ich lese – und das war in diesem Fall so.“
Literaturagenten, radioeins
„Ausgewählte Erzählungen Cranes, von Lucien Deprijck einfühlsam ins Deutsche übertragen, präsentiert in einer schön gebundenen Ausgabe im Schuber. Sie wird der Bedeutung dieses Autors – nach vielen Taschenbuchausgaben – endlich gerecht.“
Deutschlandfunk
„Stephen Crane konnte wirklich schreiben. Das zeigt der soeben im mareverlag erschienene Band Das offene Boot, grandios übersetzt von Lucien Deprijck. In Literaturwerkstätten müssten Cranes Texte gelesen werden, um von ihm das Handwerk zu lernen, das des Beobachtens ebenso wie das des Beschreibens.“
Die Furche
„Was Crane als Erzähler aus dem traumatischen Erlebnis seines Schiffbruchs gemacht hat, ist beeindruckend. (...) Eine Wiederentdeckung, die sich unbedingt lohnt.“
rbb Kulturradio
„Vorzüglich übersetzt von Lucien Deprijck. (…) mit glücklicher Hand komponierter Band.“
Neue Zürcher Zeitung

Stephen Crane

Stephen Crane, geboren 1871 in Newark, New Jersey, schrieb Lyrik, Erzählungen und Romane. Bevor er seinen literarischen Durchbruch erzielte, war er Reporter und Kriegskorrespondent. Crane starb 1900 im deutschen Badenweiler.

Stephen Crane

Lucien Deprijck

Lucien Deprijck, Jahrgang 1960, ist freier Autor und Übersetzer englischer und amerikanischer Literatur. Unter anderem übertrug er Mark Twain, Robert Louis Stevenson und Stephen Crane ins Deutsche. Im mareverlag erschien 2011 Südseejahre, seine Übersetzung von Fanny Stevensons Tagebuch und R. L. Stevensons Briefen aus ihrer Zeit auf Samoa. 2012 erschien das Prosawerk Die Inseln, auf denen ich strande (2012) mit 18 Inselepisoden, ergänzt durch zahlreiche Illustrationen. Lucien Deprijck lebt in Köln.

Lucien Deprijck