Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm

Ein zauberhafter Roman über die Kraft der Wörter und der Fantasie.
„Wäre es möglich, Augenblicke einzufrieren, würde ich diesen in eine Plastikdose legen. Dann könnte man den Winter über davon zehren.“ Als es Anna immer weniger gelingt, ihre Erinnerungen festzuhalten, und ihr Gedächtnis langsam unzuverlässiger wird, klammert sie sich an Wortlisten („Stein, Birke, Gras, Stuhl“) und erfindet Wörter für Dinge, die keinen Namen haben.
Im Lauf der Jahre trotzt sie den Zumutungen des Alltags mehr und mehr mit ihrer Vorstellungskraft. Als alte Frau blickt Anna zurück auf ihr Leben, so, wie sie sich daran erinnert, an schöne wie an schwere Momente, an die Zeit in Finnland wie auch den Neuanfang mit Thomas in England. Vor allem erinnert sie sich an ihr Häuschen mit den blauen Vorhängen auf einer Schäreninsel, inmitten von Möwen, Schilf und krummen Kiefern, wo sie die Sommer mit ihrer großen Liebe Antti verbrachte – und natürlich an den Tag, an dem ein Wal durch London schwamm.
Ein Roman aus Finnland zum Thema Erinnern und Vergessen, aber auch über die Kraft der Wörter und der Fantasie: märchenhaft, tragikomisch, menschlich - und mit einer unvergesslichen Heldin!
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Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm
Roman
OT: Eksyneen muistikirja
Aus dem Finnischen von Stefan Moster gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
Seiten
ISBN: 978-3-86648-182-4
Erscheinungsdatum: 04.02.14
Als mare-eBook bei allen üblichen Händlern verfügbar
„Die Erinnerungen sind wie leuchtende Steine am Rande eines verschlungenen, manchmal auch in Sackgassen endenden Weges. Selja Ahava ist mit Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm ein ebenso poetischer wie nachdenklich stimmender Roman gelungen, der zwar viel erzählt von der Finsternis des Vergessens, sich aber trotzdem nie in Tristesse verliert. Am Ende ist Anna, deren Gedanken immer mehr verschwinden, ganz nah.“
NDR Kultur
„Eine Erzählung, die so fragmentiert daherkommt, wie Annas Gedächtnis und immer trauriger wird, ohne dabei schwermütig zu werden.“
FAZ
„Ein poetisches und meisterliches Buch über den Tod des Geliebten. (...) Selja Ahava erzählt mit grosser Poesie und erstaunlicher Leichtigkeit vom erschütternden Prozess der Verstörung eines ganzen Lebens. Anmutig bahnt sich die Sprache der Erzählerin den Weg durch den schweren Stoff. (...) Die 39-jährige Finnin hat mit ihrem Debütroman ein kleines, nicht nur sprachlich meisterliches Buch vorgelegt, das sensibel und stilsicher Nachrichten aus einer schwierigen Zwischenzone des Lebens überbringt.“
SRF 2 Kultur
„Ein kleines, stilles Buch mit großen Momenten: ein starkes Romandebüt.“
Hörzu
„Ein Buch über das Vergessen und Erinnern, ein fantasievolles Sprachkunstwerk, das berührt, bekümmert und tröstet. Selja Ahava ist eine wunderbare Stimme aus Finnland und eine tolle Einstimmung auf das Gastland der Frankfurter Buchmesse 2014.“
WDR 5
„Ahava erzählt die Geschichte einer existenziellen Auflösung. Und das gelingt ihr ohne jede Schwere. (...) Überhaupt ist die größte Leistung dieses Romans seine dem Thema angenehm unangemessene Leichtigkeit und Verspieltheit. Ein schönes, seltsames Buch, so traurig wie tröstlich, das einen nach dem letzten Satz in seliger Wehmut zurücklässt.“
Deutschlandfunk
„Die 39-jährige Finnin hat mit ihrem poetischen Debutroman ein kleines, nicht nur sprachlich meisterliches Buch vorgelegt, das sensibel und stilsicher Nachrichten aus einer schwierigen Zwischenzone des Lebens überbringt.“
Wiener Zeitung
„Ein zartes, wunderbar poetisches Buch übers Vergessen. (...) Unbedingt lesen!“
Wienerin
„Ein zartes Buch über das Vergessen und die Kraft der Wörter. (...) Tragikomisch und märchenhaft.“
Börsenblatt
„Ein berührender Roman, fein gesponnen und präzise erzählt.“
Badische Zeitung
„Ein poetisches, tragikomisches und bewegendes Buch. Die finnische Autorin Selja Ahava hat mit Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm einen Roman geschaffen, dem eine eigentümliche Magie innewohnt.“
Ostthüringer Zeitung
„Magischer Realismus: Die Finnin Selja Ahava erzählt eine ungewöhnliche Demenzgeschichte voll Sehnsucht und Leichtigkeit.“
Falter
„Mit zarten melancholischen Pinselstrichen zeichnet die finnische Autorin Selja Ahava ein eindrucksvolles ungewöhnliches Porträt, das der dementen Protagonistin Anna mit Sympathie und Respekt begegnet und ihr so Persönlichkeit und Würde belässt.“
neues deutschland
„Ein besinnliches Buch voller wunderbarer Geschichten (…) Bei aller sprachlicher Faszination bleibt dieses Buch rätselhaft. Es verweigert Lösungen, Einsichten in Zusammenhänge oder gar Erklärungen. Es erlaubt uns einen Blick in eine fremde Welt, ohne diese zu beschädigen, und lässt viel Platz für unsere Fantasie.“
hr2

Selja Ahava

Selja Ahava, 1974 geboren, studierte Dramaturgie an der Theaterhochschule Helsinki und schrieb Drehbücher für Filme und Fernsehserien sowie Hörbücher, bevor sie mit Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm ihren ersten Roman veröffentlichte. Sie hat fünf Jahre in London verbracht und lebt seit ihrer Rückkehr nach Finnland mit ihrer Familie in Porvoo.

Selja Ahava

Stefan Moster

Stefan Moster, geboren 1964 in Mainz, lebt als Autor, Übersetzer, Lektor und Herausgeber in Helsinki und Berlin. Unter anderem übertrug er Werke von Petri Tamminen, Rosa Liksom, Selja Ahava und Daniel Katz vom Finnischen ins Deutsche. 2012 nahm Moster am Wettbewerb um den Bachmannpreis teil. Bei mare erschienen bereits seine Romane Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels (2009), Lieben sich zwei (2011) und Die Frau des Botschafters (2013) und Neringa (2016).

Stefan Moster