Karibik

Karibik - Gefilde zwischen Meer und Land
Als wolle eine launenhafte Schöpfung dem Übermaß an Schönheit etwas entgegensetzen, vereint sich hier überwältigende Pracht mit ebenso überwältigenden Katastrophen, natur- wie menschengemachten. Der ambivalente Reichtum bringt (Über-)Lebenskunst hervor, ein unbekümmertes Durcheinander von zahllosen Völkern und ihren Kulturen, Sprachen, Musiken und Physiognomien, vor allem aber überbordende Lebensfreude, das vielgeliebte „easy living“ in tropischer Hitze.
Der New Yorker Alex Webb, einer der bedeutendsten und meistausgezeichneten Fotografen unserer Tage, in unzähligen Samm- lungen vertreten und Mitglied der Agentur Magnum seit drei Jahrzehnten, kennt diese Landschaft wie kein anderer. Berühmt wurde er vor allem mit seinen Karibikporträts, die er auf zahllosen Reisen schuf. Für den neuen mare-Bildband reiste er mehrere Male in die unterschiedlichen Welten der Kleinen und Großen Antillen, beobachtete die Menschen und ihr meergeprägtes Leben und brachte Bilder mit, die undogmatisch und jenseits von Dokumentation mit feinem Gespür all die rätselhaften, unbegreiflichen Farben und Stimmungen dieser Perlenkette im Karibischen Meer evozieren.
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Karibik
Fotografien von Alex Webb
Mit Texten von Karl Spurzem
inklusive Musik-CD "Klänge der Antillen"
fadengeheftet, Leinenband mit Schutzumschlag
144 Seiten
ISBN: 978-3-86648-009-4
Erscheinungsdatum: 19.11.10
„Selten hatte die Karibik in einem Bildband ein menschlicheres Gesicht.“
Die Zeit
„Der Tourismus und also die geschönte Wahrnehmung ist ausgeklammert (...). Und auch die ganz großen, die außergewöhnlichen Katastrophen und deren Folgen wie das Erdbeben auf Haiti finden nicht statt in diesem Buch - weil sie nicht symptomatisch sind. Von den Mühen und auch von den Vergnügen des Alltags berichtet Webb stattdessen. Beides überhöht er auf eine dezente Weise, die Aufnahmen werden dadurch vielfach emblematisch, manche haben beinahe eine ikonografische Qualität.“
Süddeutsche Zeitung
„Alex Webb blickt in die Hinterhöfe jenseits der Palmenstrände, in die Häuser der Menschen und in deren Gesichter. Karibikzauber hat er nirgendwo entdeckt. Vielmehr liegt auch in seinem jüngsten Buch Schwermut über dem Land, unter deren Gewicht die Menschen gebeugt gehen und das Land gedrückt ist. Die Farben aber, die Farben der Holzhütten und der Kolonialbauten, der Fischerboote und der öffentlichen Busse, der Natur und immer wieder der Kleidung, die die Menschen tragen - diese üppige Farbpracht schallt allerorten wie ein dröhnendes Dennoch über die Inseln.“
FAZ

Alex Webb

Alex Webb, geboren 1952 in San Francisco, studierte zunächst Literatur und Geschichte in Harvard, ehe er sich 1972 der Fotografie zuwandte. Seine Reportagen veröffentlichte er vor allem in Life und im New York Times Magazine, 1979 wurde er zum Vollmitglied der legendären Pariser Fotoagentur Magnum. Seither schuf er, insbesondere auf zahlreichen Reisen in den Tropen, eine Reihe von Bilderzyklen, die zu den Hauptwerken der jüngeren Fotografie zählen.

Alex Webb