Die Steinesammlerin von Etretat

Was soll das? Ein deutscher Schriftsteller schreibt seinen Roman, den er vor zwanzig Jahren mit großem Erfolg veröffentlicht hat, heute noch einmal – anders freilich …
Gert Heidenreich hat etwas Unerhörtes getan – er seinen seit 1984 in vielen Auflagen erschienenen Roman Die Steinesammlerin neu geschrieben. Es gibt Vorbilder in der Literatur für dieses Phänomen: Vladimir Nabokov, Samuel Beckett und Joseph Breitbach zum Beispiel haben wichtige Romane aus ihrem Werk in unterschiedlichen Versionen vorgelegt – allerdings waren Anlass stets Übersetzungen in andere Sprachen, die diese Autoren von ihren Büchern selbst anfertigten. Gert Heidenreich haben andere Gründe bewogen: Er wollte die Geschichte der Steinesammlerin, die von einer Liebe zwischen einer Französin und einem Deutschen im Kriegs- und im Nachkriegsfrankreich erzählt, befreien von politisch-zeitgeistigem Tand, der den Entstehungsumständen des Romans geschuldet war. Das Ergebnis, Die Steinesammlerin von Etretat, ist eine zeitlose Parabel von Liebe und Tod, von der unendlichen Weite des Meeres, vor deren Hintergrund auch die größte Schuld des Menschen ein erträgliches Maß findet.
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Die Steinesammlerin von Etretat
Neufassung Zweitausendvier
Mit einem Nachwort von Fritz J. Raddatz
gebunden
240 Seiten
ISBN: 978-3-936384-14-7
Erscheinungsdatum: 16.03.04

Gert Heidenreich

Gert Heidenreich, geboren 1944 in Eberswalde, schreibt Erzählungen, Gedichte, Romane, Theaterstücke, Hörspiele und Fernsehfilme, für die er u. a. mit dem Marieluise- Fleißer-Preis ausgezeichnet worden ist. Von 1991 bis 1995 war er Präsident des P.E.N.- Clubs (West). Gert Heidenreich lebt bei München.

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