Canitz' Verlangen

Erst entdeckt er eine Wasserleiche – und dann ein jahrzehntealtes Familiengeheimnis
Als er in der Morgendämmerung aus einem Berliner Club und ans Ufer der Spree tritt, sieht er, zwischen Ästen treibend, die Leiche einer Frau. Statt zur Polizei zu gehen, behält Hubert Canitz den Fund für sich. Doch der Anblick verfolgt ihn – und er beschwört die Erinnerung an eine Totenmaske herauf, die während seiner Kindheit im Flur der Eltern hing: die Unbekannte aus der Seine. Als er seine Mutter danach befragt, bildet sich ein aprikosengroßer hektischer Fleck in ihrem Gesicht, nervös weicht sie ihm aus. Getrieben, beginnt er über Wasserleichen zu forschen, in der Literatur, Kunst und Geschichte, bis ihm etwas dämmert. War nicht die Schwester seiner Mutter auf der Flucht aus Westpreußen im Frischen Haff ertrunken, in den kalten Monaten des Jahres 1945? Liegt hier der Grund für das merkwürdige Verhalten der Mutter, für ihr beharrliches Schweigen? Es kommt zu einem dramatischen Richtungswechsel in Canitz’ Suche, und die Entdeckung, die er schließlich macht, ist schockierend und befreiend zugleich.

In ihrem Debütroman verbindet Zora del Buono ein spektakuläres Ereignis deutscher Geschichte mit einer bewegenden Familiengeschichte – meisterhaft erzählt und spannend bis zur letzten Seite.
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Canitz' Verlangen
Roman
gebunden
160 Seiten
ISBN: 978-3-86648-091-9
Erscheinungsdatum: 19.08.08
„Mit Canitz' Verlangen ist der Autorin und Journalistin ein ergreifendes Debüt gelungen. Unterhaltsam und gleichzeitig anspruchsvoll schreibt sie mit viel Einfühlungsvermögen und Hintergrundwissen eine wunderbar komponierte Geschichte der leisen Töne.“
uMag
„Kraftvoll, komplex und wunderbar fein komponiert.“
Neon
Canitz' Verlangen ist ein außerordentlich gelungener Debütroman.“
Die Welt
„Zora del Buono ist eine ausgewiesene Reporterin. Ihr Buch zeigt, wie erfrischend es sein kann, wenn eine Autorin, die ihr Handwerkszeug beherrscht, einen großen fiktionalen Wurf wagt.“
Neue Zürcher Zeitung
„Zora del Buono, das zeigt ihr erster Roman, ist eine Erzählerin, die weiß, wie man aus Sätzen Funken schlägt. So, als habe die geborene Zürcherin bei Größen der US-Literatur wie Andre Dubus oder Tobias Wolff gelernt. An deren Prosa darf sie sich jedenfalls durchaus messen lassen.“
SPIEGEL Online
„Das Buch ist außerordentlich. Es beschreibt ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte, ohne ein einziges moralisches Wort.“
Frankfurter Rundschau

Zora del Buono

Zora del Buono, geboren 1962, wuchs in Zürich auf und lebt seit 1987 in Berlin. Nach ihrem Architekturstudium arbeitete sie mehrere Jahre als Architektin und Bauleiterin, bevor sie sich zu einem Berufswechsel entschloss und mit dem Schreiben begann. Sie ist Gründungsmitglied der Zeitschrift mare und seit 2001 stellvertretende Chefredakteurin. ist ihr erster Roman.

Zora  del Buono