Atlas der abgelegenen Inseln

„Das wohl bezauberndste Buch dieses Herbstes.“ DIE ZEIT
Dass es immer noch Orte gibt, die schwer zu erreichen sind, erscheint uns heute nicht mehr vorstellbar. Judith Schalansky aber hat sie gesammelt: fünfzig entlegene Inseln, die in jeder Hinsicht weit entfernt sind, entfernt vom Festland, von Menschen, von Flughäfen und Reisekatalogen. Aus historischen Begebenheiten und naturwissenschaftlichen Berichten spinnt die Autorin zu jeder Insel eine Prosaminiatur, absurd-abgründige Geschichten, wie sie nur die Wirklichkeit sich auszudenken vermag, wenn sie mit wenigen Quadratkilometern im Nirgendwo auskommen muss. Sie handeln von seltenen Tieren und seltsamen Menschen – von gestrandeten Sklaven und einsamen Naturforschern, verirrten Entdeckern und verwirrten Leuchtturmwärtern, meuternden Matrosen und vergessenen Schiffbrüchigen, braven Sträflingen und strafversetzten Beamten, kurzum: von freiwilligen und unfreiwilligen Robinsons. Nicht zuletzt fasziniert dieser außergewöhnliche Atlas durch seine aufwendige und besonders schöne Gestaltung. Kunstvoll illustriert und durchgehend in fünf Sonderfarben gedruckt, zeigt er nach Ozeanen geordnet alle Inseln im jeweils identischen Maßstab. Damit entführt uns Judith Schalansky zu fünfzig entlegenen Orten – von Tristan da Cunha bis zum Clipperton-Atoll, von der Weihnachts- bis zur Osterinsel – und beweist, dass die abenteuerlichsten Reisen immer noch im Kopf stattfinden: mit dem Finger auf der Landkarte.
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Atlas der abgelegenen Inseln
Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde
Halbleinen mit dreiseitigem Farbschnitt
Seiten
ISBN: 978-3-86648-117-6
Erscheinungsdatum: 01.01.09
„Je totaler dank Google-Earth und dem Erfindungsreichtum unserer kapitalistischen Weltordnung der Zugriff auf uns, unser Leben und unsere Körper wird, desto größer der Wunsch, zum Robinson zu werden. Es ist dieser Wunsch, der das geheime Kraftwerk dieses herrlichen Buches bildet. Also vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue, und lesen Sie Judith Schalanskys Atlas der abgelegenen Inseln.“
druckfrisch
„Das Buch ist eine topografische wie typografische Verführung. Fernweh zwischen zwei Buchdeckeln.“
BR5
„Wir alle reisen mit dem Finger auf der Landkarte, manchmal sehnsüchtig-verzweifelt, manchmal vorfreudig, aber nur selten auf poetische Weise. Judith Schalansky hat dieses selbst in den höchsten Registern der Weltliteratur nur selten in Angriff genommene Kunststück geschafft. (...) Wenn man wissen möchte, auf was für einem eigenartigen Planeten man lebt, gehört dieses Buch zu den besten Einführungen in dieses schwierige Thema. Es hat mir Stunden allerglücklichster Desorientierung beschert und meinem Papierkorb einen ganzen Stoß unnütz gewordener, lebloser Reiseführer.“
Die Presse
„Sich weit fort träumen und dem ästhetischen Sog des Bandes erliegen ist nur der erste Leseschritt; im zweiten zeigt sich, wie strapaziös ein Dasein als Robinson tatsächlich wäre. Dass Judith Schalansky dennoch der Sehnsucht ihr Recht lässt, ist das eigentlich Meisterhafte an diesem hintersinnigen Buchkunstwerk.“
KulturSPIEGEL
„Zärtlich gleiten die Finger über die Landkarten; der Blick verliert sich in der Schönheit filigraner Linien, Punkte und Buchstaben. Wir riechen das Meer, hören Brandung und Möwen, sehen Eisberge und Felsen. Und unter den Füßen spüren wir feinen Sand. Wer das wohl bezauberndste Buch dieses Herbstes aufschlägt, dürfte wie einst Robinson Crusoe der Welt für eine Weile abhanden kommen.“
Die Zeit
„Ein schönes Buch. Es gehört sicher zu den schönsten dieses Herbstes. Nicht nur, weil es schön geschrieben ist. Es ist auch schön gemacht.“
Frankfurter Rundschau
„Judith Schalansky führt mit ihrem Atlas der abgelegenen Inseln an Orte, an denen sie nicht war und nicht sein mag, an die man ihr jedoch unbedingt folgen möchte. (...) Die Kartographie als Befeuerung dieser Sehnsucht sollte endlich zu den poetischen Gattungen und der Atlas zur schönen Literatur gezählt werden, fordert sie. Nach der Lektüre ihres Bandes kann man ihr nur zustimmen.“
Süddeutsche Zeitung
„Ein wunderschönes Gesamtkunstwerk aus Text und Bild, Typografie und Layout, trockener Information und gedanklicher Abenteuerlust und eine jugendlich-kecke Variation auf das Thema: Artefakte sind viel spannender als 'Natur' und 'Realität'.“
Deutschlandradio Kultur
„Der mareverlag glänzt mit einem Titel, der sich durch sein ungewöhnliches Format und durch die äußerst gelungene Verquickung literarischer Texte mit hervorragender typografischer Gestaltung jeder Kategorisierung verweigert.“
NDR 90,3
„Das Mehrfachtalent als Erzählerin und Typografin kommt dem Atlas der abgelegenen Inseln auf mustergültige Weise zugute. Denn Schalansky hat nicht nur den Text geschrieben, sondern auch Illustration, Gestaltung und Satz besorgt. Der mareverlag wiederum hat keine Mühen gescheut, daraus einem liebevoll aufgemachten Halbleinenband mit dreiseitigem aprikosenfarbenen Buchschnitt zu machen, der wirklich jeden Euro wert ist.“
Die Welt
„Treibstoff für die Fantasie.“
Literaturen
„Auf den ersten Blick als knappe enzyklopädische Beschreibung getarnt, entpuppen sie sich rasch als raffinierte Miniaturen, in denen die verschiedensten literarischen Genres von der lyrischen Skizze bis zum Melodram gespielt werden.“
Lesart
„Die junge Berliner Autorin erzählt in diesem wunderschön gemachten Buch zu jedem Eiland eine herzzerreißende Geschichte von seltenen Tieren und seltsamen Menschen.“
20 Minuten
„Die wunderbarste Buch-Idee dieses Herbstes.“
Kurier
„Eine poetische Kostbarkeit.“
Wienerin
„Hochachtung vor der Autorin und Gestalterin Judith Schalansky, die ihr umfassendes Wissen aus Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign beispielgebend in diesem Gesamtkunstwerk umgesetzt hat. Und herzlichen Dank an den Mare Buchverlag, der sich dem Wagnis ausgesetzt hat, ein derart hochwertig produziertes Buch auf den Markt zu bringen. Bibliophile, Entdecker, Tagträumer und Weltreisende werden es zu schätzen wissen!“
Titel-Magazin

Judith Schalansky

Judith Schalansky, geboren 1980 in Greifswald, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign, lebt heute als freie Autorin und Gestalterin in Berlin und lehrt in Potsdam Typografische Grundlagen. 2006 veröffentlichte sie ihr typografisches Kompendium Fraktur mon Amour, das mit mehreren Designpreisen ausgezeichnet wurde. Ihr vielbeachtetes literarisches Debüt Blau steht dir nicht erschien 2008 bei mare. Judith Schalansky war Stipendiatin in der Villa Aurora in Los Angeles.

Judith Schalansky
  1. Blau steht dir nicht
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