mare No. 61

April 2007
mare No. 61
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Aktuelles Heft

Aug 2010, No. 81

überleben
Bangladeschs Kampf gegen das Salz

meerjungfrauen
Der große Bluff mit den Nixenmumien

Belugas
Weiße Wale mit perfektem Navi

Weltkarte

Liebe Leserin, lieber Leser,

im Titelthema von mare No. 61 nähert sich die Redaktion den Meeren aus urgeschichtlicher Perspektive. Vor Jahrmillionen war der Globus annähernd vollständig bedeckt von Ozeanen, in dem sich das pralle Leben zu tummeln begann und nach und nach Spezies entstanden, nach denen heute in Gebirgssedimenten gefahndet wird: seltsame Wesen, Monstern ähnlicher als Tieren. Die moderne Paläontologie beginnt erst, die Meeresbewohner von damals zu erforschen – und erhofft sich Aufschluss über ungelöste Rätsel der Evolution. Lesen Sie über das Urmeer und seine Bewohner in folgenden Beiträgen:

Eine Reise auf dem Urmeer
Vulkanausbrüche, Meteoriteneinschläge, keine Atmosphäre, die tödliche Strahlung aus dem All filtert – der junge Planet Erde ist ein gefährlicher Ort. Nur die Meere bieten Schutz. So werden die Ozeane zur Geburtsstätte des Lebens und zum Versuchslabor der Evolution, das im Lauf der Jahrmillionen alle Urformen der heutigen Flora und Fauna entwickelt.
Von Ute Schmidt und John Sibbick

Außerdem in mare No. 61:

 

Wissenschaft

Die Pole schmelzen

Text: Olaf Kanter   Fotos: Nick Cobbing
Es ist paradox. Ausgerechnet in den kältesten Regionen der Erde macht sich die globale Erwärmung am stärksten bemerkbar. Die mächtigen Eispanzer der Antarktis und Grönlands schmelzen noch schneller, als die Forscher bisher prophezeit haben.

Wahrzeichen im Mantel

Text: Zora del Buono   
Fester Stand auf weichem Sand - der Leuchtturm Roter Sand war das erste deutsche Offshorebauwerk und eine Meisterleistung seiner Ingenieure. Aber die erosive Kraft der Nordsee fordert ihren Tribut.

Eine Reise auf dem Urmeer

Text: Christian Schmidt   Fotos: John Sibbick
Die Ozeane sind das Versuchslabor der Evolution. In Jahrmillionen entstehen hier die wunderbaren Urformen des heutigen Lebens.

Kultur

Le Pont Trans bordeur

Text: Karl J. Spurzem   
Die Schwebebrücke im Alten Hafen von Marseille ist zwei Jahrzehnte lang das Wahrzeichen der Mittelmeermetropole. Dann macht eine Gruppe avantgardistischer Fotografen die Schönheit aus Stahl zu einer Ikone der Kunstgeschichte.

Leben

Die Wiege der Menschheit

Text: Maik Brandenburg   
Eine Kuriosität der Antillen wird den Matrosen zum geliebten Bett. Die Hängematte ist hygienisch und leicht - und sie soll sogar vor Seekrankheit schützen.

Doktor Welle

Text: Anke Richter   Fotos: Juan Manuel Castro Prieto
Surfer gelten als Hedonisten, die nur sich selbst und die nächste Welle sehen. Doch der Neuseeländer David Jenkins konnte die Zustände auf den indonesischen Mentawai-Inseln nicht einfach ignorieren. Der Arzt und Wellenreiter gründete SurfAid, um den Einheimischen im Kampf gegen Armut und Krankheit zu helfen.

Politik

Blaue Jungs

Text: Tobias Zick   
Einst tranken Seeleute unterwegs Wein oder Rum, und das war gesünder als das Wasser an Bord. Heute trinkt mancher von ihnen noch immer gern - aber das kann in Katastrophen enden.

Mauersegler

Text: Siegfried Ressel   
Die einen bauen eine Mauer, die anderen eine Yacht. Sechs Männer aus der DDR segeln mit einem real existierenden Traumschiff Richtung Mittelmeer - und die Stasi fährt mit.

Macht Seemacht Weltmacht?

Text: Herfried Münkler   
Es scheint, als entscheide sich in einer globalisierten Wirtschaft das Schicksal der Völker auf See. Doch Schifffahrt allein genügt nicht, das zeigt der Vergleich von marinen und terrestrischen Imperien.

Aufklärungspatrouille

Text: David Walsh   
Sechste und letzte Etappe: Die „Esperanza" kehrt in die Antarktis zurück und vollendet ihre Reise um die Welt. Zeit für ein Fazit: Was haben die Umweltschützer auf ihrer Fahrt bewirken können?

Wirtschaft

Vom Tun und Nichtstun

Text: Asmus Heß   Fotos: Russel Liebman
Jeden Frühsommer, wenn die Tunfische nach Gibraltar ziehen und die Fischer von Barbate ihre Netze auslegen, kommen Japans Fischeinkäufer in den Atlantikhafen. Doch die Netze bleiben immer häufiger leer. Die Spanier kämpfen um ihre Jobs. Die Japaner gegen die Langeweile.

Schiffsmeldungen

Text: Holger Kreitling   Fotos: Jesco Denzel
Die „Deutsche Schiffahrts-Zeitung" berichtet täglich aus der Welt der Seefahrt. Doch wer sie liest, erkennt hinter der seriösen Wirtschaftsprosa die Zuneigung zum Sujet - zu Schiffen und ihren Geschichten.

Kombüse

Walfahrtsort am Kap

Text: Sven Lager   Fotos: Mikhael Subotzky
Steile Klippen, schaumgekrönte Brandung und winkende Wale: Das Zugrestaurant „Biggsy's" serviert zwischen Kapstadt und Simonstown südafrikanische Küste am Fenster

Kapitäne

Karlheinz Follert, MS „Hamburg"

Text: Stefan Krücken   Fotos: Achim Multhaupt
Um einen Fehler soll es gehen, um einen Moment der Unachtsamkeit, der am Ende einem Menschen das Leben gekostet hat. Aber auch darum, wie furchtbar einsam man sich an Bord eines Schiffes fühlen kann.

Blaues Telefon

Haben Pinguine Probleme mit kalten Füßen?
Wie versteinert ein Seeigel?
Woher stammt die Bezeichnung „Golf" für Meeresteile wie zum Beispiel den Golf von Mexiko? ... und weitere Fragen und Antworten