"Zutiefst poetisch, mit einem melancholischen Grundton zeichnet die Meeresbiologin das Bild eines verschwundenen Paradieses." Die Literarische Welt
"Atemberaubend, wie sie die Faszination einer fremden Unterwasserwelt heraufbeschwört. Mal sind ihre Geschichten still-traurig, mal schrecklich-schön, mal Gänsehaut erzeugend, aber nie lassen sie den Leser kalt." Bremer
Autorin Julia Whitty
Julia Whitty, geboren 1957, Autorin und Dokumentarfilmerin, hat über 50 Filme zu meeresbiologischen Themen produziert, für die sie vielfach ausgezeichnet worden ist. Sie schreibt für Harper's, The New Yorker und andere große Zeitschriften. 2009 erscheint im mareverlag ihr Buch Riff. Begegnungen mit verborgenen Welten zwischen Land und Meer.
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In ihrem hinreißenden literarischen Debüt überrascht die engagierte Dokumentarfilmerin und Umweltaktivistin Julia Whitty mit dem Spektrum der Perspektiven: Sie wählt den Blick von Tieren und Menschen, die aus dem Wasser kommen oder dorthin zurückkehren, die im Wasser leben oder nicht aufhören können, sich danach zu sehnen.
Julia Whitty berichtet aus zwei Welten: der menschlichen und der Welt der Ozeane. Sie weiß, wovon sie spricht - und kann es doch nie wirklich wissen, denn die Natur offenbart sich nicht; sie bleibt stumm. Und so wagt Whitty das Unmögliche und leiht jenen Kreaturen eine Stimme, die wir nicht verstehen: den Tieren in einem öffentlichen Aquarium etwa oder der Schildkröte, die James Cook dem Königshaus Tonga zum Gastgeschenk machte.
Whitty erkundet die Seele der Natur, den Geist in den Wassern. Genau wie Jimmy, der Biologe, den eine unstillbare Sehnsucht immer wieder zu Tauchgängen unter dem Eis des Polarmeeres treibt. Ein Reich, in dem der Mensch nichts verloren hat, wo er nur verlieren kann.
"Allein, am Grund der antarktischen See, liegt Jimmy auf dem Rücken und sammelt sich, schließt die Augen. Irgendwo in diesem Reich, in dem sich alles Lebende zu beinahe völligem Stillstand verlangsamt, ohne tatsächlich zu erlöschen, wo Seesterne bis zu einem Jahr lang in Bewegungslosigkeit verharren, wo die Lebenszeit von Fischen Jahrzehnte, vielleicht Jahrhunderte überspannt, irgendwo hier nähert sich das Leben der Unendlichkeit. Das ist es, wonach Jimmy eigentlich forscht."
Julia Whitty Jimmy unter Wasser Storys Aus dem Amerikanischen von Sabine Hedinger und Rita Seuß 192 Seiten, gebunden