Über Bord
Eine Geschichte über Arm und Reich, Jungs und Männer, Amerika und Europa.

"Er war der jüngste Literaturnobelpreisträger aller Zeiten, und sein Dschungelbuch machte ihn zum ersten Popstar der Literatur. Über Bord hat in der angelsächsischen Welt Kultstatus: eine Tom-Sawyer- und Huckleberry-Finn-Geschichte zur See, ein Dschungelbuch der Meere."
Deutschlandradio Kultur

Autor Rudyard Kipling

Rudyard Kipling gelangte mit seinen beiden Dschungelbüchern und dem Roman Kim zu Weltruhm und wurde vor genau hundert Jahren als erster Engländer mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Geboren 1865 als Sohn des englischen Kurators John Lockwood und dessen Frau Alice Macdonald in Bombay, schickten ihn seine Eltern auf eine Schule in England; danach kehrte Rudyard Kipling nach Indien zurück, wo er als Journalist und Schriftsteller arbeitete und bald zum beliebtesten und millionenfach gelesenen englischen Autor wurde. Er starb 1936 in London. weitere Infos

Harvey Cheyne ist der Erbe eines Millionenvermögens. Eines Tages fällt er von Bord eines Passagierdampfers und damit aus der verwöhnten Welt der Privilegierten in den rauen Kampf ums Dasein an Bord der We're Here, eines Kabeljaufischers vor Neufundland. Wie Mowgli aus dem Dschungelbuch muss sich Kiplings unvergesslicher Held auf eine neue Umgebung einstellen - allerdings quasi über Nacht.

1907 erhielt Rudyard Kipling als erster englischsprachiger Autor den Nobelpreis für Literatur. In dem zehn Jahre zuvor entstandenen Roman Über Bord verarbeitet Kipling seine persönlichen Erfahrungen in den USA und seine zwingende Vorahnung, dass das kommende Jahrhundert ein amerikanisches sein würde.

Der deutsche Schriftsteller Gisbert Haefs präsentiert Kipling und seinen Roman Über Bord als wichtigen Teil der Weltliteratur - schon Ezra Pound, James Joyce, Bertolt Brecht und Jorge Luis Borges haben sich vehement für diesen Autor engagiert. In englischen Zitatenlexika ist Kipling nach Shakespeare und der Bibel der Autor mit den meisten Einträgen. Haefs' Neuübersetzung und ausführlicher Eingangsessay enthält eine biografische und literarische Würdigung Kiplings, die das sträfliche Vorurteil von Kipling als hässlichem Imperialisten und harmlosem Kinderbuchautor glänzend widerlegt.


Rudyard Kipling
Über Bord
Herausgegeben und übersetzt von Gisbert Haefs
288  Seiten, gebunden