Fara Phoebe Zetzsche

Fara Phoebe Zetzsche
Fara Phoebe Zetzsche, 1984 in Thüringen und einem Land geboren, das es so heute nicht mehr gibt, sieht sich selbst als Nomadin. Sie entdeckte ihre Begeisterung für die Fotografie schon in ihrer Kindheit. Was als Experiment begann, macht sie mit einem Fotografiestudium an der Fachhochschule Hannover zum Beruf. In ihren Reportagen beschäftigt sie sich am liebsten mit den Lebensrealitäten marginalisierter Gesellschaftsgruppen und deren Verhaltensmustern. Die Kamera dient ihr dabei als Eintrittskarte in die Welt ihrer Protagonisten, wobei sie stets darauf achtet, ihre eigenen einfühlsamen Erfahrungen aus jeder Geschichte zum Ausdruck zu bringen anstatt Bekanntes oder Vermutetes zu reproduzieren.

Lusus-Tropfen

Text: Emanuel Eckardt   Fotos: Fara Phoebe Zetzsche
Nov 2010
Verbote haben manchmal, das zeigt die Kulturgeschichte der Menschheit, erstaunliche Wirkung. Das biblische Verbot, die Frucht vom Baum der Erkenntnis zu essen, führt zur Erfindung der Damen- und Herrenoberbekleidung; das islamische Bilderverbot schenkt der Nachwelt das Ornament; und das Verbot für Untertanen der britischen Krone, Bordeaux zu trinken, bringt die Erfindung edlen Portweins und die Verschiffung in die Welt. Eine Geschichte aus dem Reich des Lusus, des Gefährten von Weingott Dionysos.