mare No. 82

Aktuelles Heft

Aug 2017, No. 123

Weltumsegler
Wer sind sie? Und warum werden sie immer mehr?

Voice of peace
Wie ein Mann Frieden im Nahen Osten stiftete

ostsee
Was sie in der Tiefe verbirgt

Weltkarte

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Titel der vorliegenden mare-Ausgabe handelt nicht von einem Wal. Andererseits doch. Denn wir widmen uns einem vor 160 Jahren erschienenen Roman, der nicht nur die Wahrnehmung der größten Tiere unseres Planeten entscheidend beeinflusste, sondern vielmehr bis in die heutige Zeit eines der vielschichtigsten und prägendsten Bücher der Weltliteratur darstellt: „Moby-Dick“ von Herman Melville.

Darüber und über viele weitere Meeresthemen lesen Sie in mare No. 82.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Nikolaus Gelpke

 

Artikel in Auszügen

Leben

Poesie des Überlebens

Alex Webb, einer der großen Fotografen unserer Tage, kennt die Karibik wie kaum ein anderer. Seit vielen Jahren dokumentiert er das Leben der Menschen auf den Inseln. Für den neuen mare-Bildband schuf er Bilder aus einem unbeständigen Paradies.
Von Alex Webb und Karl Spurzem
Die Autorin Martina Wimmer war zu Gast bei motorFM und erzählt von Ihren Erlebnissen während der Metal Cruise auf der "Poesia". Hören Sie sich noch einmal den gesamten Mitschnitt des Interviews an!

Wissenschaft

Die Kleinodien der Ozeane

Text: Tim Schröder   Fotos: Markus Geisen
Unter dem Mikroskop sehen sie aus wie Wunderwesen aus einer anderen Welt. Doch Coccolithophoriden können mehr als einfach nur anmutig sein. Die winzigen Algenkrümel gehören zu den wichtigsten Sauerstoffproduzenten im Meer - und haben die Kreidefelsen von Rügen gebaut

Der Faust von Sankt Gallen

Text: Tin Fischer   Fotos: Felix Eckardt
Ein Schweizer Religionslehrer baut im 18. Jahrhundert eine Maschine, die Salzwasser trinkbar macht. Flaschenweise lässt er sich Meerwasser über die Alpen bringen. Ist er ein Spinner?

Kultur

Herman Melvilles berühmtestes Buch „Moby-Dick" gilt als Klassiker der Abenteuerliteratur und der maritimen Folklore. Doch sein Bericht über Kapitän Ahabs schicksalhafte Jagd des weißen Wals ist von anderer Art als die Romane, die im 19. Jahrhundert das Fernweh ihrer Leser heilten. Er ist vor allem ein politisches Bekenntnis zu der jungen Nation der Vereinigten Staaten und die Verkündung ihres globalen Sendungsbewusstseins.

Viel Wind um wenig Action

Text: Martina Wimmer   
Drei lange Wochen im jahr 1954 drehte John Huston vor den kanarischen Inseln die berühmte Schlussszene seiner „Moby-Dick"- Verfilmung. Magnum-Fotograf Erich Lessing war damals mit am Set.

Das Epos des Zollbeamten

Text: Marc Bielefeld   
Der große Erzähler der Südsee, der Erschaffer von „Moby-Dick" war auf dem literarischen Abstellgleis gelandet. Fast 20 Jahre arbeitete Herman Melville im New Yorker Hafen. Er schrieb in dieser Zeit ein weiteres ungeheures Buch, das bis heute fast unbekannt geblieben ist.

Moby Dick - Decoded

Text: Christian Schüle   
Die RAF benutzte „Moby-Dick", um Briefe aus dem Gefängnis zu verschlüsseln. Die Spurensuche einer radikalen Lesart von Melvilles Roman.

Grosser Fisch, wo bist du?

Text: Thomas Ernst Brunnsteiner   
Er war die Attraktion auf Marktplätzen und in Zirkuszelten - Jonah, ein präparierter Finnwal, der vor 50 Jahren durch Europa gekarrt wurde. Anfangs im Auftrag der Norweger, um Werbung für die Waljagd zu machen. Später von Naturschützern, um die Waljagd anzuprangern. Schließlich als Ausstellungsstück von Schaustellern. Und heute? Ein Whale-Watching zu Lande.

Leben

It's a short way to the pool deck if you wanna rock 'n' Roll

Text: Martina Wimmer   Fotos: Bruce Gilden
Der Titel dieser Geschichte - frei nach AC/DCs Hard-Rock-Hit - könnte auch das Motto der Kreuzfahrt namens „Shiprocked" sein. Wichtig ist vor allem die Bordmusik: hart und laut. Bericht einer Karibikreise, bei der nicht nur das Meer unendlich blau war.

Notizen einer Landratte, 5.

Text: Maik Brandenburg   Fotos: Pascal Cloëtta
In dieser Folge gerät unser Kolumnist Maik Brandenburg außer sich über geschenkte Reiseandenken, bekennt sich außerdem zum Neuheidentum und erklärt seine guten Gründe, sich vor Gauchos und Thaiboxern zu fürchten.

Politik

Aber am Ende: das Meer!

Text: Holger Teschke   
Die Ozeane und die Seefahrt bestimmen um 1920 das Schaffen des jungen Dichters Bertolt Brecht. Sehnsucht nach Aufbruch und Exotik sind die Leitmotive seiner frühen Jahre.

Ein Abenteuer namens Wilhelmshaven

Text: Bernd Flessner   
Im Juni 1881 unternimmt Jules Verne eine Seereise in den Jadebusen. Hier liegt der modernste Kriegshafen des Deutschen Reiches. Will der französische Romancier spionieren?

Wirtschaft

Die Geisterinsel

Text: Jan Keith   Fotos: Guillaume Herbaut
Sie war der am dichtesten besiedelte Ort der Welt, heute rottet die Insel vor sich hin. Auf Hashima im Südwesten von Japan schufteten einst Tausende von Kohlearbeitern in Minen unter dem Meer. Die Ruinen zeugen von dem Leben in bedrückender Enge.

Kombüse

Der Name der Sauce

Text: Robert Zsolnay   
Wer hat da mitgemischt? Die Spanier, die Briten oder die Franzosen? War Liebe im Spiel? Oder kam Menorcas Hafen Mahón von hinten durch die kalte Küche? Wo wurde sie zuerst gerührt, die Mayonnaise?

Blaues Telefon

Wieso sind die Unterschiede im Tidenhub in der Nordsee und beispielsweise in Hamburg so groß? Kann das Öl aus der Havarie im Golf von Mexiko in den Golfstrom und damit nach Europa gelangen? Wie alt werden Nordseemuscheln, und woran sind die Muscheln gestorben, deren Schalen man an den Nordseeküsten findet?