Tiefsee
"Die Autorin verspricht im Vorwort ein Abenteuer - und hält ihr Versprechen. Ein äußerst gelungenes, zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung perfekt ausbalanciertes Sachbuch."
Deutschlandradio Kultur
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Autorin Dagmar Röhrlich

Dagmar Röhrlich, geboren 1956 in Aachen, studierte Geologie und arbeitet als freie Wissenschaftsjournalistin. Für ihre Arbeiten im Rundfunk und in den Printmedien hat sie etliche renommierte Auszeichnungen erhalten, darunter den "Georg-von-Holtzbrinck-Preis" für Wissenschaftsjournalismus (1999). Sie lebt heute in Köln. weitere Infos
Als Jacques Piccard am 23. Januar 1960 mit dem Tiefseetauchboot Trieste 10 910 Meter unter dem Meeresspiegel den Grund des Marianengrabens erreichte, stellte er nicht nur einen bis heute ungebrochenen Rekord auf, sondern tauchte auch in ein Universum voller merkwürdiger Kreaturen ein. Lange Zeit hätte niemand angenommen, dass dort unten in der ewigen Nacht, in die niemals ein Sonnenstrahl vordringt und in der ein ungeheurer Druck auf jedem Quadratzentimeter Wasser lastet, überhaupt Leben existiert. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Menschen die Kontinente mit Telegrafenkabeln verbanden, bekamen sie eine Ahnung davon, welche Wunderwelt sich in der scheinbar unerreichbaren Tiefe verbirgt: Denn wenn die Kabel für Wartungsarbeiten an die Oberfläche geholt wurden, waren sie überkrustet von den seltsamsten und bis dahin völlig unbekannten Lebewesen. Obwohl weite Teile dieses größten Lebensraums der Erde ihre Geheimnisse noch immer nicht preisgegeben haben, hat die Tiefseeforschung seit Piccards Tauchgang spektakuläre Fortschritte gemacht.

Im ersten Band der Reihe marewissen erzählt die renommierte Wissenschaftsjournalistin Dagmar Röhrlich von blinkenden Fischen, geflügelten Kraken und schwarzen Rauchern - kurzum: von einem fremden Planeten auf unserer Erde.



Dagmar Röhrlich
Von Schwarzen Rauchern und blinkenden Fischen
mare
wissen Band 1: Tiefsee
252 Seiten, mit zahlreichen farbigen Illustrationen von Jan Feindt

Ausschnitt: Leinen und Lesebändchen
Detailansicht des farbig bedruckten Vorsatzpapiers
Detailansicht der Innengestaltung, mit Lesebändchen
Weiße Rückenprägung auf rotem Leinen
Innen spannend, außen schön. So ist dieses Buch ausgestattet:
Halbleinenband, durchgehend vierfarbig mit hochpigmentierten Farben gedruckt, Fadenheftung, Lesebändchen, farbig bedrucktes Vorsatzpapier


mare-Mitarbeitertipp

Von Karin Trommer, Vertriebsleiterin der mare

Ich fahre täglich morgens mit der U-Bahn zum Büro und abends wieder nach Hause. Jeweils eine knappe halbe Stunde hin und wieder zurück. Viel Zeit zum Lesen, eigentlich. Aber häufig gelingt es mir einfach nicht, die Geräuschkulisse um mich herum auszublenden. Wie sehr mich ein Buch fesselt, merke ich daran, ob ich störende Musik, wütende Telefongespräche oder die laute Fröhlichkeit von Gruppen überhaupt wahrnehme. Ein interessantes Buch reicht da oft nicht, es muss spannend sein!

Als ich Tiefsee: Von schwarzen Rauchern und blinkenden Fischen bekam, hätte ich nie gedacht, dass ein wissenschaftliches Sachbuch mich so in den Bann ziehen kann. Und dann ist es mit einem knappen Kilo auch noch ein richtiger Kaventsmann! Doch dieses schwere Sachbuch ist von Dagmar Röhrlich so faszinierend leicht geschrieben und wunderbar illustriert von Jan Feindt, dass ich es quasi in einem Rutsch auf mehreren Hin- und Rückfahrten durchgelesen habe. Zweimal bin ich unterbrochen worden. Einmal merkte ich, dass jemand still und ausdauernd mitlas. Als ich den älteren Herren neben mir direkt ansah, entschuldigte er sich höflich und lobte mich dafür, dass ich so etwas Interessantes lese. Das ist mir mit einem Buch bisher noch nie passiert! (Beim Lesen von mare schon. Ein Artikel über Brückenspinnen in der Hafencity in mare No. 80 ist optisch von laufenden Spinnen eingerahmt, was zwei Frauen aus der Fassung brachte. Aber das ist eine andere Geschichte.) Ein paar Tage später las ein anderer Herr mit, und der schrieb sich dann tatsächlich die Titelinformationen auf. Da dachte ich dann kurioserweise: Dieses Buch ist ein super Geschenk für (ältere) Männer. Doch als ich selbst durch war, habe ich es spontan der 15-jährigen Tochter einer Freundin geschenkt.

Weitere Bände aus der Reihe marewissen

Arktis und Antarktis

Ewiges Eis und klirrende Kälte, monatelange Dunkelheit und tobende Stürme - auf den ersten Blick scheinen die Polargebiete nicht gerade die einladendsten Landschaften der Erde zu sein. Und doch gibt es seit Jahrhunderten Menschen, die sich von den glitzernden Eiswelten faszinieren lassen: die frühen Entdecker, moderne Polarforscher und heutzutage sogar Touristen. Die Wissenschaftsjournalisten Kerstin Viering und Roland Knauer zeigen die verblüffende Vielfalt des Lebens in den unwirtlichsten Gegenden unserer Erde, erzählen von deren Erforschung unter extremen Bedingungen und schlagen den Bogen zur hochaktuellen Frage des Klimawandels.

Die großen Entdecker

Kolumbus in Amerika, Scott und Amundsen bei ihrem Wettlauf zum Südpol, Cook und seine Erkundung der Südsee - das sind die ersten Namen und Orte, an die man denkt, wenn es um große Entdeckungen geht. Doch Entdeckerlust war schon den Frühmenschen in die Wiege gelegt, die aus Afrika in die weite Welt aufbrachen. Sie ließ die Polynesier neuseeländischen Boden und Hernando Cortés das Reich der Azteken betreten, brachte Edmund Hillary und Tenzing Norgay auf den Mount Everest, Jacques Piccard zum Grund des Marianengrabens und Neil Armstrong auf den Mond. Kerstin Viering und Roland Knauer spannen einen überraschend weiten Bogen von den Wanderungen der ersten Menschen über die Seefahrer verschiedener Jahrhunderte bis hin zu den Abenteurern und Wissenschaftlern unserer Zeit.

Urmeer

Heute quillt die Erde über vor Leben: Ob auf dem höchsten Berg oder am tiefsten Punkt des Meeres, ob in Eiseskälte oder tropischer Hitze - in unzähligen Formen haben Lesewesen die Welt erobert. Angefangen hat alles vor drei oder vielleicht vier Milliarden Jahren. Wahrscheinlich gelang der Sprung von der Chemie zur Biologie gut geschützt in einem Meer - und auch die weitere Evolution spielte sich hauptsächlich in den Ozeanen ab: Dort wurden aus selbstständigen Mikroorganismen Bestandteile von komplexen Zellen, dort gab es die ersten Experimente mt der Größe von Lebewesen oder Nervensystemen. Meere waren die Heimat der ersten Tiere, aus dem Wasser heraus eroberten sie die Kontinente (und manche von ihnen kehrten auch ins Wasser zurück). In Urmeer erzählt Dagmar Röhrlich die Geschichte des Lebens - und sie geht auf Ursachensuche: Was trieb - und treibt - die Evolution an?