Weiße Geister

Auch bei mare

Alice Greenway: Schmale Pfade

"Präzise und poetisch."
The New York Times
"So eindrucksvoll ist das Ende einer Kindheit lange nicht mehr beschrieben worden."
Ulrich Baron, SPIEGEL ONLINE

"Wer noch nach Sommer-Lektüre sucht: Hier ist sie!"
Brigitte

                                                                                                                                      
Presse

Autorin Alice Greenway

Alice Greenway, 1964 in Washington D.C. geboren, aufgewachsen in Hongkong, Bangkok, Washington, Jerusalem und Massachusetts. Studium an der Yale University. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in Edinburgh, Schottland. Weiße Geister ist ihr erster Roman; der zweite ist in Arbeit. weitere Infos
Hongkong, 1967. Zwei Schwestern, Frankie und Kate. Ihr Vater ist in Vietnam, um den Krieg zu fotografieren, den die Mutter nicht sehen will. Während sich auf den Straßen Hongkongs die Anhänger der Kulturrevolution formieren, leben die Mädchen in ihrer eigenen Welt. Sie schwimmen im Hafen, tauchen durch das jadegrüne Wasser nach Meeresschnecken und Seeigeln, pirschen durch den Dschungel und lauschen gebannt den Erzählungen der chinesischen Haushälterin Ah Bing. Sie sind Freunde und Verbündete - Geheimnis-Schwestern. Doch bald kommt es durch die politischen Wirren zu einem traumatischen Erlebnis, das alles zwischen ihnen ändert. Während die stille Kate sich in ihre Innenwelt zurückzieht, wird Frankie immer unberechenbarer und strebt mit gefährlichen Mitteln danach, Aufmerksamkeit auf sich zu lenken...

***EMPFOHLEN VON AMELIE FRIED UND IJOMA MANGOLD IN DER ZDF-SENDUNG "DIE VORLESER"***

"Der Sommer, von dem ich erzählen will, ist die einzige Zeit von Bedeutung. Es ist die Zeit, an die ich denken werde, wenn ich sterbe, so wie sich andere vielleicht einen verlorenen Liebhaber ins Gedächtnis rufen oder einer Liebe nachtrauern, die nie zustande kam. Für mich gibt es nur eine Geschichte. Es ist die meiner Schwester - Frankies Geschichte."


Alice Greenway
Weiße Geister
Roman
Übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn
224 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen


Mitarbeitertipp von Judith Weber (Lektorat)

In den letzten Wochen denke ich wieder häufig an einen Roman, der in meinem ersten Jahr bei mare für Aufregung sorgte: Weiße Geister von Alice Greenway. Auch unsere Programmleiterin Katja Scholtz war damals, 2008, gerade bei mare an Bord gegangen, und gleich in einer der ersten Programmrunden erzählte sie von diesem Roman, der ihr sofort eingefallen sei, als klar war, dass sie zukünftig das mare-Programm gestalten würde. Er erzähle die Geschichte eines Sommers, 1967 in Hongkong, der das Leben der Schwestern Frankie und Kate (Töchter eines Kriegsfotografen in Vietnam) für immer verändert, und das Meer – notwendige Bedingung für jeden bei uns erscheinenden Titel – bilde eine hochatmosphärische Kulisse, die man zwischen den Zeilen permanent riechen, schmecken und fühlen könne.
Weiße Geister erschien dann im Frühjahrsprogramm 2009, und die Reaktionen der Leser, der Buchhändler und der Presse bestätigten unseren Eindruck, mit diesem Debütroman eine echte Entdeckung gemacht zu haben. Die Brigitte schwärmte von der perfekten „Sommerlektüre", die F.A.Z. bescheinigte der Autorin gar, den "besten elegischen Ton der Gegenwart" anzuschlagen. – Und schließlich erreichte uns die Nachricht, dass Amelie Fried und Ijoma Mangold den Roman ausgewählt hatten, um ihn als erstes Buch überhaupt in ihrer damals neuen Sendung "Die Vorleser" in die Kamera zu halten und ihn ihren Zuschauern zu empfehlen. Da die Sendung gleich bei uns um die Ecke in der Hamburger Speicherstadt aufgezeichnet wurde, konnten wir live dabei sein und unserem Lieblingstitel die Daumen für einen gelungenen Auftritt drücken.
Warum ich in letzter Zeit wieder so häufig an den Roman denke? Weil im Februar - endlich, endlich! - der neue Roman von Alice Greenway bei uns erscheinen wird, Schmale Pfade, auf den ich mich unglaublich freue. Und weil die Autorin eine der wenigen ist, die es geschafft haben, mich bei der Arbeit zum Weinen zu bringen (weil mich ihr Roman so sehr erschüttert und berührt hat), wofür ich ihr sogar dankbar bin. Weiße Geister zählt definitiv zu den Büchern, die ich jedem meiner Freunde empfehlen und die ich mit auf die einsame Insel nehmen würde, selbst wenn der Bikini dafür wieder aus dem Koffer fliegen müsste.